Bewerbungsgespräche Ablehnung durch VdsM

  • Hallo zusammen,


    bin zur Zeit 2. Ersatzmitglied in der SBV im Universitätsklinikum Aachen,

    wir haben 1,5 Freistellungen. Dieses werden von der Vertrauensperson 1 und der 1. Stellvertreterin 0,5 wahrgenommen.

    Wenn jemand dieser 2 Urlaub oder krank verhindert ist, werde ich nicht freigestellt.

    Hat jemand hier einen Tip wie ich verfahren kann ? Das ist die erste Frage.

    Meine 2. Frage

    der VdsM hat Dienststelle angerufen nachdem er die Information bekommen hat das eine Schwerbehinderte im Rollstuhl zu 2 Bewerbungsgespräche eingeladen wurde. Er sagte der Dienststelle die lehnen wir ab weil sie im Rollstuhl sitz und die Etage mit Rollstuhl nicht zu erreichen ist.

    Er schickte mich zum Vorstellungsgespräch und sagte mir es wäre nur pro forma, hätte sowieso keine Chance.

    Ich habe daraus mein eigenes Ding gemacht und den Dienststellenleiter gesagt ,das ich es nicht mitmache egal der Absprache. Hier erfuhr ich das der VdsM der Initiator war. Habe ihn danach zur Rede gestellt und ihn mit Konsequenzen gedroht. Habe Integrationsamt eingeschaltet und auch Arbeitgeber. Integrationsamt meine sollt 25% der Stimmen sammeln für Abwahl. Arbeitgeber läuft noch. Hab ihr hierzu noch Tips?

  • Wenn jemand dieser 2 Urlaub oder krank verhindert ist, werde ich nicht freigestellt.

    Hat jemand hier einen Tip wie ich verfahren kann ? Das ist die erste Frage.

    Beim Vorgesetzen wegen SBV-Arbeit abmelden, sobald Deine Arbeit als SBV gefragt ist. Er muss dann dafür sorgen, dass die Arbeit irgendwie anders erledigt wird.

    Wenn das bei Pflege auf Station etc. gravierende Probleme sind, dann müsst ihr das im Voraus regeln und eine Freistallung vereinbaren, wenn es "nur" um Verwaltung geht, kann die auch liegen bleiben - da ist dem Gesetzgeber das Wohl der Schwerbehinderten wichtiger.

  • ich tippe bei VdsM auf Vertrauensperson der Schwerbehinderten Menschen.

    Diese Abkürzung habe ich noch nie gehört.


    Die SBV besteht aus einer Vertrauensperson und mindestens einem stellvertretende Mitglied, je nachdem wieviel Schwerbehinderten oder gleichgestellte MA im Betrieb sind.

  • wir haben 1,5 Freistellungen. Dieses werden von der Vertrauensperson 1 und der 1. Stellvertreterin 0,5 wahrgenommen.

    Ich mutmaße, dass es dafür eine Art Antrag und einen Beschluss gab.

    Wenn jemand dieser 2 Urlaub oder krank verhindert ist, werde ich nicht freigestellt.

    Scheint mir unproblematisch zu sein. Als SBV habe ich hier zwar keine Freistellung, aber als BR - und diese Freistellung wurde für die Person beschlossen und ist deswegen nicht "temporär übertragbar", wenn ich in Urlaub oder auf Seminar (oder krank) bin.

    Hat jemand hier einen Tip wie ich verfahren kann ?

    Wie von SBVler geraten abmelden, wenn SBV-Arbeit anliegt. Und wieder zurückmelden, wenn du fertig bist!


    @Kehler: ich hab auch kurz geraten und bin zum Schluss gekommen, dass das wahrscheinlich eine Abkürzung für "Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen" oder ähnlich sein soll.

    suppenkasper war schneller :)

    Möglicherweise ist das der interne Sprachgebrauch an der Uniklinik Aachen, vielleicht auch regional ... oder der TE hat eine sehr individuelle Abkürzung verwendet und nicht bedacht, dass man derlei auch auflösen sollte.


    fwindrath zu deiner Frage #2: das ist alles sehr diffus, viel Hörensagen und eher fragmentarische Info-Bröckchen. Schwer einzuschätzen aus der Ferne, noch schwerer seriös zu beantworten :-/


    Schwer zu verstehen auch, weshalb eure Vertrauensperson (VP) der Dienststelle gesagt haben soll, dass "wir" die ablehnen. Denn Ablehnung ist doch gar keine Option für die SBV - bestenfalls ein Votum für eine(n) ander(n) schwerhinderte(n) Bewerber(in) oder eben eine Stellungnahme, dass die SBV diese Bewerberin nicht für in gleicher Weise geeignet und deswegen vorrangig zu berücksichtigen sei. Es sieht für mich erstmal nach ziemlich unpräziser Darstellung aus, vielleicht nach Missverständnissen durch zuviel Hörensagen und "Stille Post" ....


    ihn mit Konsequenzen gedroht

    Drohungen sind nur arg, arg selten eine gute Idee. Aber eventuell ist auch das nur eine unpräzise Wiedergabe der Ereignisse (?)

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • bin zur Zeit 2. Ersatzmitglied in der SBV im Universitätsklinikum Aachen,

    wir haben 1,5 Freistellungen. Dieses werden von der Vertrauensperson 1 und der 1. Stellvertreterin 0,5 wahrgenommen.

    Wieviel Schwerbehinderte oder Gleichgestellte MA habt ihr das ihr 3 Stellvertreter braucht?

  • 400+

    Er Stellt mich nicht frei ....nicht genügend Arbeit .......brauche einen Tip, bezug ob man irgendwie einen Ansatz hat den ich nicht kenne?

    Zitat

    ….Die Vertrauensperson bedarf aber keinesfalls der Zustimmung des Arbeitgebers bzw. Dienststellenleiters, wenn sie im Einzelfall im Rahmen ihres Amtes tätig werden will.

    Erforderlich ist allerdings eine ordnungsgemäße und rechtzeitige Abmeldung beim unmittelbaren Vorgesetzten, ohne dass der Arbeitgeber Anspruch darauf hätte, Einzelheiten der beabsichtigten Amtswahrnehmung zu erfahren


    https://www.komsem.de/a-z/freistellung-der-sbv/

    Neuntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB IX

    § 179 Persönliche Rechte und Pflichten der Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen

    § 179 SGB IX - Einzelnorm

    Einmal editiert, zuletzt von Kehler ()

  • der VdsM hat Dienststelle angerufen nachdem er die Information bekommen hat das eine Schwerbehinderte im Rollstuhl zu 2 Bewerbungsgespräche eingeladen wurde. Er sagte der Dienststelle die lehnen wir ab weil sie im Rollstuhl sitz und die Etage mit Rollstuhl nicht zu erreichen ist.

    Er schickte mich zum Vorstellungsgespräch und sagte mir es wäre nur pro forma, hätte sowieso keine Chance.

    Ich habe daraus mein eigenes Ding gemacht und den Dienststellenleiter gesagt ,das ich es nicht mitmache egal der Absprache. Hier erfuhr ich das der VdsM der Initiator war. Habe ihn danach zur Rede gestellt und ihn mit Konsequenzen gedroht. Habe Integrationsamt eingeschaltet und auch Arbeitgeber. Integrationsamt meine sollt 25% der Stimmen sammeln für Abwahl. Arbeitgeber läuft noch. Hab ihr hierzu noch Tips?

    Anmerkung: Vertrauensmann der schwerbehinderten Menschen...Der Arbeitsbereich der einzustellenden Person ist auf einer Zwischenetage ohne Zugang zu einem Aufzug. Er ist darauf hin zur Dienststelle und hat bevor die Bewerbungsgespräche laufen, die Person im Rollstuhl, als ungeeignet, eingestuft. Obwohl gerade die SBV hier eine Kontrollfunktion hat. (Maßnahmen zB. Bürotausch, Treppenlift oder sonstiges). Amtsmissbrauch weil er der Person die es schon schwer im Leben hat, die Chance beraubt. Diskriminierung weil Behindert im Rollstuhl, und Verstoß gegen Gleichstellungsgesetz.

    Der Dienststellenleiter der ausgeschriebene Stelle erklärte gegenüber Der Gleichstellungsbeauftragten, das der VdS die Initiative zu der Ablehnung ergriffen hatte. Die Menschen die wir schützen sollen...Hallo ...das ist das Gleiche als wenn die Polizei einen Einbruch tätig... ein no go


    Und das ganze noch zu toppen hat er das bei 2 Vorstellungsgesprächen getan bei gleicher Person, und dann noch Alles ohne die andern Bewerber zu sehen. Außerdem hatte er mir Verboten an den andern Vorstellungsgesprächen teil zu nehmen.

    hoffe alle Klarheiten beseitig zu haben...


    Wollte nur wissen, was man hier tun, habe ja schon einiges gemacht wie oben beschrieben. Vll noch ein Tip oder andere Sichtweise Herangehensweise. Danke

    2 Mal editiert, zuletzt von fwindrath () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von fwindrath mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Amtsmissbrauch weil er der Person die es schon schwer im Leben hat, die Chance beraubt.

    das ist kein Kriterium für Amtsmissbrauch, mit derartigen Vorwürfen sollte man vorsichtig umgehen, das kann auch schnell eine "Rufschädigung/Verleumdung" darstellen.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Ich lese eine sehr krude Auffassung von der Ausübung des Ehrenamtes durch die VP (Vertrauensperson). Der ist für Ablehnung (!) von Bewerbern weder zuständig noch befugt, ebenso hat er seinen Stellvertretungen, sondern diese gerade ordnungsgemäß im Amt sind , nichts zu verbieten - allerdings mag er selber "Vorrang" bei der Teilnahme an Vorstellungsgesprächen haben: im § 178 (1) SGB IX steht was von Hinzuziehung von Stellvertretern und ausdrücklich auch von der Abstimmung der Aufgaben untereinander, aber nichts davon, dass diese hinzugezogenen Stellvertreter komplett frei und eigenständig entscheiden, welchen Themen sie sich widmen - mal von der Vertretung bei Verhinderung der VP abgesehen, das ist dann aber sowieso ein anderes Thema.


    nachträgliche Ergänzung: https://www.bih.de/integration…werbehindertenvertretung/


    Das ganze Thema Hinzuziehung ist ein eigenes Kapitel, das kriegt man hier nicht mal eben nebenbei abgefühstückt.

    Zudem ist das eine Art Lücke: Betriebs- oder Personalräte sind Gremien, bei denen der gemeinsame Beschluss zählt. SBVen sind an sich Einzelkämpfer-Shows, aber bei mehreren Hundert "Schäfchen" können und werden sie Stellvertreter hinzuziehen und ihnen ggf. Aufgaben zur eigenständigen Erledigung übertragen, aber selbst wenn sie da zu Fünft ackern, ist es rechtlich kein Gremium. Stellvertreter bleiben m.W. Stellvertreter, selbst wenn sie zu 100% und gar in Vollfreistellung als Teil der SBV arbeiten ...


    fwindrath wie oft kommst du zum Einsatz? Lässt sich ein sachlich begründbarer Bedarf fürs Grundlagenseminar SBV 1 und ggf. SBV2 ableiten? Beim 1er werden deine konkreten Fragen zwar nicht beantwortet, aber sinnvoll und - ggf. - notwendig ist es dennoch.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Scheeks ()

  • Hallo

    ich war bis zur letzten Wahl 2022 1. Stellvertreter, und bin von Allen einschließlich des VdS der best Ausgebildete.

    War aber während des Wahlkampfes erkrankt und bin erst seit Nov.2023 wieder im Dienst. Wahlkampf hat ich Alles selbst gemacht, ( Plakate usw. weil ich Vorstand in Gewerkschaft bin) habe dem VdS eigentlich noch zu einer 2.Amtszeit verholfen.

    aber seit ich zurück bin ist Alles anders. Ich weiß nicht was bei Ihm vorgeht, verstehe es nicht mehr. Heute war ich wieder als Vertreter in Bewerbungsgespräche und hier erfuhr ich das er einen Bewerber mit GdB 50 ausgeladen hat weil er nicht da ist.

    Alles suspekt. Hab mit Dienststelle gesprochen und drauf hingewiesen, das man Schwerbehinderte Menschen nicht ausladen kann. Neuer Termin, wieder hingebogen. Aber so geht nicht weiter....deshalb brauche ich noch mal eine andere Sichtweise die mir Vll einen Tip gibt oder aus eigener Erfahrung sagt, was da gemacht wurde.

    Auch bei uns stehen noch Entscheidungen aus und werden noch über Gewerkschaft Gespräche geführt.

    SBV ist frei in seiner Entscheidung also ist sehr gut geschützt als one man show. Also Bitte gute Ratschläge gefragt. Danke

  • Hallo,


    die allgemein übliche Abkürzung für die Vertrauensperson ist VP. Du machst allen das Leben leichter, wenn Du Dich auch daran hältst.


    bin von Allen einschließlich des VdS der best Ausgebildete.

    Oh weia. Mit Verlaub, dann möchte ich gar nicht wissen, wie die anderen geschult sind. denn nicht nur die seltsame Amtsauffassung der VP, sondern auch Deine fehlenden Kenntnisse elementarster Grundlagen sind besorgniserregend.

  • albarracin , wie sind denn die Möglichkeiten einer Amtsenthebung bei der SBV, bzw welche Sanktionsmöglichkeiten gibt es generell?


    Hier werden ja massiv Amtspflichtverletzungen begangen...

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Hallo Fried,


    Würde das, was sich hier im Thread findet, denn reichen?

    anhand der sehr wirren Sachverhaltsschilderung erlaube ich mir kein Urteil.

    Im Übrigen sind derartige Verfahren so selten, daß Vergleichsmaßstäbe schwierig sind. Dummheit und Irrtum sind keine ausreichenden Gründe für eine Amtsenthebung.

  • Der best Ausgebildete heißt ich habe alle Lehrgänge und mehr und nicht das ich keine hab.

    Heißt best Ausgebildete und nicht schlecht.


    Amtsenthebung ja aber die Hürde ist ja hoch 25 % der schwerbehinderten Menschen müssen dies ja unterstützen.

    Andere Vorschläge vll.

    Einmal editiert, zuletzt von fwindrath () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von fwindrath mit diesem Beitrag zusammengefügt.