Fristverlängerung bei Kündigung

  • Hallo


    der AG möchte einen AN zum 31.01 kündigen. Reicht die Anhörung zur Kündigung am 03.01 beim BR ein, mit dem Hinweis das er die Antwort bis 28.01 zurück haben möchte.

    Also der AG verlängert die Frist zu Anhörung von sich aus um 18 Tage. Ist das ok oder gilt da die Frist vom BetrVG 7 Tage? :/

  • bin hier eher der Ahnungslose . Aber mein Gefühl sagt mir das es bei der Wochenfrist bleibt. Lasst Ihr euch mehr Zeit damit wird das zur stillen Zustimmung. Sofern kein erweiterter Kündigungsschutz besteht.


    Möglicherweiße weiß das ja auch euer Arbeitgeber und hofft absichtlich auf Eure verspätete Reaktion.

  • ArbGeb. und BR können Fristverlängerung vereinbaren.

    Das stimmt. Das hier ist aber keine Vereinbarung, sondern eine einseitige Ansage:

    mit dem Hinweis das er die Antwort bis 28.01 zurück haben möchte.

    Und damit entweder eine Dummheit oder eine Falle.


    Reicht die Anhörung zur Kündigung am 03.01 beim BR ein (...).

    Könnt Ihr in die Zukunft schauen? ;)


    der AG möchte einen AN zum 31.01 kündigen. Reicht die Anhörung zur Kündigung (...) beim BR ein, mit dem Hinweis das er die Antwort bis 28.01 zurück haben möchte.

    Man kann am 28.1. nicht mehr ordentlich zum 31.1. kündigen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    2 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo


    der AG möchte einen AN zum 31.01 kündigen. Reicht die Anhörung zur Kündigung am 03.01 beim BR ein, mit dem Hinweis das er die Antwort bis 28.01 zurück haben möchte.

    Also der AG verlängert die Frist zu Anhörung von sich aus um 18 Tage. Ist das ok oder gilt da die Frist vom BetrVG 7 Tage? :/

    Hat der der AG das schon mal in der Vergangenheit bei Kündigungen so gemacht in Bezug auf die Antwort?
    Rein nur um zu Verstehen warum er das in diesem Fall so macht.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Ja hat er. Da war alles ok.

    Das ändert nichts an der Tatsache, dass es keine Vereinbarung gibt, und daran, dass damit eine Überschreitung der Wochenfrist schädlich sein kann.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Moin,

    Reicht die Anhörung zur Kündigung am 03.01 beim BR ein, mit dem Hinweis das er die Antwort bis 28.01 zurück haben möchte.

    Hat diese Einreichung alle notwendigen Informationen enthalten? Andernfalls würde ja die Sieben-Tages-Frist noch nicht starten ... denn die Frist beginnt erst zu laufen, wenn ihr alle Informationen dazu habt.


    Wenn euer AG also avisiert, dass da noch ergänzende Infos kommen, gibt das beiden Seiten Zeit, aber es müssten dann auch entscheidungsrelevante Informationen sein.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Vielleicht einfach, weil er während der Antwortfrist in Urlaub fährt und die Stellungnahme des BR sowieso nicht vorher liest?

    Dafür hält sich der Arbeitgeber doch sicher (Human-)Personal welches das Lesen übernimmt.
    Unabhängig ob die das gleich verstehen wie der Arbeitgeber.

    Und ob dann der der Brief bei der Post bummelt ist dann wieder ein externes und anderes Thema. :)

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Das habe ich befürchtet.

    Es sollte aber doch kein Problem sein, das in der Wochenfrist zu erledigen?


    Bzgl Vereinbarung könnte man vllt argumentieren, dass diese u.U. konkludent zustande kommen könnte - der AG macht ein Angebot, der BR handelt entsprechend. Mir wäre das aber zu riskant, denn ob ein ArbG dem folgen würde?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Ich würde - besonders wenn meine Antwort den Wünschen des Arbeitgebers entgegensteht - auf keinen Fall ein Frist-Versäumen riskieren. Arbeitsgerichte befassen sich immer erst mit dem ganzen formellen Mist. Ist da irgendein Fehler passiert, wird der restliche Sachverhalt im Normalfall nicht mehr geprüft. Der allerbeste Widerspruch ist wertlos, wenn er einen Tag zu spät erfolgt.

  • vor allem müsste man erstmal eine BR-Sitzung mit Beschlussfassung machen, damit der Fristverlängerung zugestimmt werden kann.

    Und dann noch eine 2. Sitzung später wegen der Anhörung.


    Da kannst doch auch gleich bei der ersten Sitzung die Anhörung abarbeiten oder sehe ich das falsch?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Was hindert euch, fristgerecht die Anhörung zu bearbeiten? Ob der Arbeitgeber dann wirklich kündigt und wann er kündigt ist ja erst einmal irrelevant, solange er sich an die fristen in der Anhörung hält.