2 Probleme: Mitarbeiter zu früh im Betrieb und Kollege emittiert unangenehme Gerüche

  • Du weißt schon, dass es sehr, sehr gemein, fies und bösartig ist, hier dunkle Andeutungen zu machen, die die Neugier so massiv anfachen!?


    HER MIT DER INFO, ZEFIX!

    ...Der Hausmeister und der Technische Leiter haben mit einem Zweitschlüssel während der Abwesenheit des Kollegen seinen Spint geöffnet und seine privaten Sachen durchsucht.



    Bis Ende Februar ist er also noch ein von Dirbzu vertretender AN. D.h. dass Du auch seine Beschwerde nach § 85 so lange bearbeiten musst.

    Jawoll, wird er auch!

  • ...Der Hausmeister und der Technische Leiter haben mit einem Zweitschlüssel während der Abwesenheit des Kollegen seinen Spint geöffnet und seine privaten Sachen durchsucht.

    UiUiUi - das schreit nach einer BV zur Tor/ Taschen und Spindkontrolle.

    Manchmal reicht freundliches Zähne zeigen - auch lächelnd kann man auf die Rechte hinweisen - und der Schritt zum Gericht ist letzten Endes dann doch nicht notwendig.

  • UiUiUi - das schreit nach einer BV zur Tor/ Taschen und Spindkontrolle.

    Nein, das schreit nach § 104 BetrVG. Die Beweise, sollten denn welche gefunden worden sein, dürfen für ein Kündigungsverfahren nicht genutzt werden.

    Arbeitgeber können sich heimliche Spindkontrollen sparen
    Heimliche Spindkontrollen sind rechtswidrig. Findet der Arbeitgeber bei einer solchen Durchsuchung heraus, dass ein von ihm verdächtigter Mitarbeiter…
    www.bund-verlag.de


    Nachtrag: § 104 geht nicht bei leitenden Angestellten. Sollte der TL das sein, dann wären meine nächsten Tipps nicht mehr vom Gesetz gedeckt.

    BRV, 9er Gremium, kein Tarif

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias Clausing () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Tobias Clausing mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die Beweise, sollten denn welche gefunden worden sein, dürfen für ein Kündigungsverfahren nicht genutzt werden.

    Nur zur Ergänzung: Ein automatisches Verwertungsverbot für rechtswidrig erlangte Beweise gebe es im arbeitsgerichtlichen Verfahren nicht, so das BAG (immer wieder, auch im o.g. Urteil) - eine heimliche Spindkontrolle sei aber ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.


    Nein, das schreit nach § 104 BetrVG.

    Sollte der TL ein LA sein, erledigt sich das, stimmt.


    Ansonsten, das wurde kürzlich in einem anderen Thread diskutiert, muss schon sehr, sehr viel sehr, sehr massives passiert sein, damit man damit erfolgreich sein kann - die Spindkontrolle reichte bei weitem nicht.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    4 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • UiUiUi - das schreit nach einer BV zur Tor/ Taschen und Spindkontrolle.

    Theorie schön und gut. Dann habe ich diese BV zur Spind und Taschenkontrolle. Und was bringt mir das, wenn der Hausmeister mit dem Technischen Leiter trotzdem Spinde durchwühlt...?

    Im "Idealfall"(für den TL) bekommt das ja keiner mit.

  • Und was bringt mir das, wenn der Hausmeister mit dem Technischen Leiter trotzdem Spinde durchwühlt...?

    unser AG hat für die Spinde keine Schlüssel, die Spinde sind grundsätzlich offen. und wenn jemand einen nutzen möchte bekommt er einen bestimmten zugewiesen und ein Vorhängeschloß dafür.

    Dann müsste euer TL die Schlösser aufbrechen, das würde sicherlich auffallen.

    You choose your leaders and place your trust as their lies wash you down and their promises rust (MMEB Going Underground)

  • Dann habe ich diese BV zur Spind und Taschenkontrolle. Und was bringt mir das, wenn der Hausmeister mit dem Technischen Leiter trotzdem Spinde durchwühlt...?

    Spinde zu denen der AG/Hausmeister/TL (also quasi Hans+Franz) Zugriff haben sind keine Spinde für persönliche Sachen.

    Persönliche Spinde können nur vom "berechtigten Benutzer" gewaltfrei geöffnet werden

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Dann müsste euer TL die Schlösser aufbrechen, das würde sicherlich auffallen.

    Im Gegensatz zur reinen Öffnung des Spindes wäre das auch strafrechtlich relevant, weil Sachbeschädigung.


    Und was bringt mir das, wenn der Hausmeister mit dem Technischen Leiter trotzdem Spinde durchwühlt...?

    Ggf ein arbeitsgerichtliches Verwertungsverbot der Funde.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Genau, was Pfried schreibt:


    Wenn mein Spind von "Hans und Franz" geöffnet werden kann, kann ich alle Funde bestreiten - könnte "Hans oder Franz" ja reingelegt haben, damit sie´s dann gemeinsam "finden". ;)



    Was im Zweifel ja wieder pro Mitarbeiter wäre - hust... :P

    Manchmal reicht freundliches Zähne zeigen - auch lächelnd kann man auf die Rechte hinweisen - und der Schritt zum Gericht ist letzten Endes dann doch nicht notwendig.

  • Wenn mein Spind von "Hans und Franz" geöffnet werden kann, kann ich alle Funde bestreiten - könnte "Hans oder Franz" ja reingelegt haben, damit sie´s dann gemeinsam "finden". ;)

    Nach den Regeln der Beweiserhebung vor dem ArbG käme man damit nicht sehr weit. Der AG hat zwei Zeug:innen aufzubieten. Und der Vorwurf gg Hans und Franz wäre dann auch strafrechtlich relevant (üble Nachrede).


    Kurz: Ich würde es eher nicht empfehlen.

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  • unser AG hat für die Spinde keine Schlüssel, die Spinde sind grundsätzlich offen. und wenn jemand einen nutzen möchte bekommt er einen bestimmten zugewiesen und ein Vorhängeschloß dafür.

    Dann müsste euer TL die Schlösser aufbrechen, das würde sicherlich auffallen.

    Das wäre sicher eine gte Lösung.

    Aber bis ich an den Spinden angekommen bin, bin ich schon in Rente...



    Wenn mein Spind von "Hans und Franz" geöffnet werden kann, kann ich alle Funde bestreiten - könnte "Hans oder Franz" ja reingelegt haben, damit sie´s dann gemeinsam "finden".

    Theoretisch Ja.... Aber:


    Nach den Regeln der Beweiserhebung vor dem ArbG käme man damit nicht sehr weit. Der AG hat zwei Zeug:innen aufzubieten. Und der Vorwurf gg Hans und Franz wäre dann auch strafrechtlich relevant (üble Nachrede).

    Da greift wohl Frieds Aussage....

    Obwohl da wirklich was Konstruiert werden kann.


    Ich sach mal, wenn sie mich als BR los werden würden... müsste ja auch nur die GF und der TL oder irgendwer anders Arbeitgebernahes meinen Spind aufbrechen, da ein paar Edelmetalle reinlegen und dann hat er ja seinen Zeugen, der bezeugt, dass im Spind etwas gefunden wurde...


    Eigentlich ganz schön gemein. Die Rechtssprechung geht wohl davon aus, dass es solche hinterhältigen Aktionen wohl nicht zu geben vermag...

  • Die Rechtssprechung geht wohl davon aus, dass es solche hinterhältigen Aktionen wohl nicht zu geben vermag...

    So naiv ist die Rechtsbarkeit sicherlich nicht. Die Aussagen von Zeug:innen sind in den unterschiedlichen Rechtszweigen von Straf- bis Arbeits- bis Wasweißich-Recht Teil der Beweiserhebung, und um die damit verbundenen Schwierigkeiten und Beschränkungen weiß man. Gerichte betreiben eine ausführliche Sachaufklärung. Und der Arbeitsgerichtsbarkeit ist durchaus bekannt, dass es AG gibt, die lange Wege gehen, um BRM loszuwerden.


    Ich habe mal einen Fall kennengelernt (ein Arbeitsrichter erzählte bei einer Schulung von einem Fall am eigenen Gericht), bei dem ein AG seinen BRV (von dem die Homosexualität und aus der Vergangenheit ein Strafverfahren wg sexueller Belästigung bekannt war) wg der sexuellen Belästigung zweier männlicher Auszubildender in einem 103er-Verfahren loswerden wollte. Nach Ablehnung durch den BR verhandelte das ArbG, konfrontierte die beiden "Opfer" als Zeugen mit Inkonsistenzen ihrer Behauptungen und möglichen Folgen von Falschaussagen, was zu Zusammenbrüchen im Zeug:innenstand und dem Aufdecken des Komplotts des AG mit fabrizierten Vorwürfen führte. Und zu Strafanzeigen gg den GF.


    Und konkret auf Dich gemünzt: Du weißt zu viel über den AG, als dass er das durchziehen wollte...

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    Einmal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.