Ordentliche oder außerordentliche Kündigung

  • wenn der BR aber Kenntnis von den fehlenden Unterlagen hat, wäre er m.M.n. verpflichtet der Kündigung zu widersprechen.

    Dann darf der BR weder zustimmen noch die Frist verstreichen lassen, weil die Anhörung fehlerhaft ist.

    Mit dem Widerspruch ist dem AN ja ebenfalls geholfen, warum als BR dann den AN vor das Prozessproblem laufen lassen?

    Klar Widerspruch ist da Pflicht.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • wenn der BR aber Kenntnis von den fehlenden Unterlagen hat, wäre er m.M.n. verpflichtet der Kündigung zu widersprechen.

    Das (mangelhafte Anhörung vs Widerspruchsgründe) sind aber zwei Paar Stiefel. Die mangelhafte Anhörung ist kein Widerspruchsgrund.


    Und: Es gibt generell keine "Verpflichtung" des BR zum Widerspruch.


    Den Arbeitgeber auf Mängel in seiner Anhörung im Rahmen einer beabsichtigen Kündigung hin zu weisen sehe ich nicht als meine Aufgaben. Das muss dann schon ein Arbeitsrichter im Rahmen einer Klage machen.

    Ich kann Dein Argument nachvollziehen. U.U. hilft man dem AG, im Rahmen einer erneuten Anhörung nachzubessern.


    Allerdings würde ich eh nicht empfehlen, dass der BR mitteilt, warum die Anhörung mangelhaft ist.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    3 Mal editiert, zuletzt von Fried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Bei einer mangelhaften Anhörung ist die Stellungnahme des BR unerheblich. Sie behebt Mängel in der Anhörung grundsätzlich nicht.

    Der unterlassenen Anhörung steht die mangelhafte Anhörung des Betriebsrats gleich, insbesondere wenn der Arbeitgeber seiner Mitteilungspflicht nicht ausreichend nachkommt, und zwar unabhängig davon, ob und wie der Betriebsrat zur mangelhaften Anhörung Stellung genommen hat.

  • Wenn man den Grund für den Widerspruch hat oder "hinbiegen kann" dann sollte man das aber. Aber klar das ist nicht zwingend.

    Dem Arbeitgeber teilt man klar nicht mit wo er nur die Note "mangelhaft" bekommt, aber natürlich dem Betroffenen. :)
    Damit der dann durch seinen Anwalt prüfen lassen kann ob das vielleicht in der Note nicht nur mangelhaft sondern noch ... ist.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)