Kommunikation mit dem Arbeitgeber

  • mMan85

    Dein Riesenengagement in allen Ehren, aber Du wirst dich verrennen und verzetteln.

    da sehe ich auch so, das Du ( mMan85) etwas überengagiert loslegst.


    Es besteht natürlich die Gefahr das der AG nicht nur

    Wenn Du das aber detailliert und umfänglich machst und dem AG eine laaange, komplizierte und gut begründete Liste vorlegst, was Dir alles warum vorab vorzulegen ist, dann besteht eine realistische Chance, dass der AG sagt: "Des isch mir viel zu gombliziert, i schick Dir oinfach alle wo komme, domit han i wenigr Gschäft wie wenn i do jedsmol dei Lischte dorchgugge muss".

    das macht, sondern auch auf die Idee kommt zu prüfen ob alle die "Kontrolltätigkeiten" für die Du dich von der Arbeit freistellst vom BetrVG gedeckt sind.


    Er muss Dich nur für notwendige BR-Tätigkeiten freistellen!


    Beschäftigst Du dich mit Dingen die nicht unter diese Definition fallen, kann er die "Freistellung" verweigern und entsprechend Lohn einbehalten.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • neee der würde sagen....was das wieder kostet :) :) :)

    Net jeder Schwob ischn Enteklemmr!

    Es gibt auch "Cleverle" und da würde sich das BRM gerade am Kopf kratzen und fragen warum es heute nochmal zum AG wollte, während es gerade die Glühbirne an der Leuchtreklame wechselt...

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • Total off topic


    Du kannst mit dem Handy unterwegs sein, aber auf dem Handy hat du einen sehr kleinen Bewegungsradius und machst es schnell kaputt... :P

    hahaha.... ja sehr wahr.

    Das wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein, dass ich mir so etwas leisten tue.

    Ich merke es mir aber und hoffe, dass ich in Zukunft dann bessere Formulierungen verwende.

    Grundsätzlich bekommen wir eine Information, wenn "Fremdpersonal" auf das Werkgelände kommt. Bei der Firma, die für die Außenanlagen zuständig ist, bekommen wir diese Information auf dem betriebsüblichen Kanal, bei Servicefirmen oder Besuchen von Lieferanten kann das auch mal untergehen, grade wenn es sehr kurzfristig ist. Langfristig geplante Einsätze bekommen wir mitgeteilt.

    Dankeschön für Deinen Beitrag.


    Dein Riesenengagement in allen Ehren, aber Du wirst dich verrennen und verzetteln.

    Dankeschön. Ich hoffe, dass ich mich nicht verrenne und verzetteln tue.


    Bist du nicht eine OneMan-Show, wie groß ist Euer Betrieb, dass Du das nicht fast automatisch mitbekommen müsstet.

    In der Tat, das bin ich.

    Gibt es denn schon eine Gefährdungsbeurteilung?

    Nein. Es existiert nicht eine Einzige.


    Tut mir leid mMan85 für mich hört sich das eher nach Stasi wie nach Betriebsratstätigkeit an! <X <X <X

    Was soll ich darauf antworten?

    Der Unterschied zwischen BR und BP ist ein halber Schrägstrich... \ - Da kann so etwas schonmal vorkommen.

    Ansonsten höre ich immer nur ...ich will ich will ich will. Bist Du ein 1er Betriebsrat?

    Ja, 1er.



    Nicht wirklich.

    Danke Paragraphenreiter. Ich zitiere jetzt nicht den ganzen Beitrag.

    Aber er ist wirklich sehr hilfreich. Er hat für mich nochmal etwas mehr Klarheit in den Sachverhalt gebracht.


    An alle Beteiligten:

    Bei der Kommunikation in Textform, rein elektronisch, werden nie die ganzen Informationen übermittelt, die ein persönliches Gespräch liefern würden.

    Gestik, Mimik, Ausdrucksweise, Geschwindigkeit usw. werden nicht übermittelt.

    Es fehlen wesentliche Teile der Information um die erhaltene Information besser einschätzen zu können.


    Daher möchte ich nochmal erwähnen: Nein - ich hatte nicht vor die Betriebspolizei zu spielen.

    So etwas liegt mir fern.

    Wie der Ein oder Andere ja weiß, bin ich noch ganz am Anfang. Bin ja erst seit 1 Monat im Amt. Davor gab es keinen BR.

    Nun muss ich für mich erst einmal herausfinden, wie genau ich mich organisieren kann.


    Wenn ich nun die anliegenden Aufgaben, die ich in meinem Betrieb sehe, vor Augen habe, und dann noch in das Betriebsverfassungsgesetz reinschaue, so erschien es jedenfalls für mich logisch, das ich das so handhaben könnte.


    Darum habe ich hier nach Erfahrungen gefragt.


    Ich habe ja nun eine eindeutige Rückmeldung von euch bekommen und für mich daher erkannt und beschlossen, dass ich es sehr wahrscheinlich nicht so handhaben werde, wie ich es erst dachte.

    Also ich werde keine "Handwerker-Liste/Plan" bei meinem AG anfordern.

    Daher war der Dialog für mich jedenfalls schonmal bis hierhin sehr hilfreich.

    1er BR - kein Tarifvertrag

    Einmal editiert, zuletzt von mMan85 ()

  • mMan85

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  • Moin :)

    Bin ja erst seit 1 Monat im Amt. Davor gab es keinen BR.

    Dann fang mit den Sachverhalten oder "Tatbeständen" der (zwingenden) Mitbestimmung an, also § 87 (1) BetrVG. Da musst du nicht so arg viel begründen, denn das ist allzu leicht belegbar, dass du da recht klare Rechte (und Pflichten!) hast.


    Und mit dem § 90 BetrVG (Unterrichtungs- und Beratungsrechte) geht es munter weiter.


    Je nach Einsicht des AG oder eben halt nach Bockigkeit wird das wenige Monate dauern oder bis Ende Mai 2026, also dem Ende deiner Amtszeit, noch nicht ohne ständige Diskussion durchgefochten sein.


    So oder so steht natürlich zeitnah das erste Grundlagenseminar (BR1) an, die Erkenntnisse dann in der Praxis eine Weile "anwenden und vertiefen", nach ca. zwei bis vier Monaten das BR2-Seminar ... dann je nach Gegebenheiten mit dem Grundlagenseminar Arbeitsrecht (AR1) oder dem BR3 weitermachen ...


    Also ich werde keine "Handwerker-Liste/Plan" bei meinem AG anfordern.

    Ehrlich gesagt würde ich das nicht komplett ad acta legen, sondern einfach mal zurückstellen, bis der Grundlagenkram ordentlich läuft - und dann je nach deinen Erkenntnissen aus den Seminaren sowie nach deinem zu schaffenden Pensum deine Tätigkeit entsprechend ausweiten. Als 1er BR hast du halt auch ein recht enges Limit an personellen und zeitlichen Ressourcen, da kannste nichts aufteilen - und deswegen würde ich an deiner Stelle mit den Grundlagen beginnen, die inhaltlich unstrittig und eher problemlos einzufordern sind, bevor ich an Themen herrangehe, die deutlich mehr Überzeugungsarbeit und ausgefeilter Argumentation bedürfen.


    In meinem Basiskommentar (von Klebe u.a., 22. Auflage) steht zum 80er wie auch zum 75er drin, dass auch MA von Fremdfirmen und ggf. aus Werksverträgen eingeschlossen sein können (also nicht nur Betriebsangehörige und Leiharbeitnehmer), aber eher von Auflistung derselben (und ggf. Einblick in die Verträge **) als von tagesaktuellen Mitteilungen konkret anstehender Einsätze.


    Insofern danke ich dir, mMan85, für den sinnvollen Anlass, mal wieder in den Kommentaren zu stöbern. Auch wenn man im Tagesgeschäft viel im Blick hat, so gibt es trotz der einen oder anderen Schulung doch immer noch Einiges, was bisher kein Thema war oder im eigenen Betrieb keine Rolle spielt ...


    **) Hier wäre dann aber auch zu beachten, dass man ggf. belegen muss, dass die angeforderten Infos für die Arbeit notwendig sind. Im Bezug aufs obige Beispiel mit den offenen Montagegruben ohne Absperrung dürfte der Beleg leicht fallen, bei anderen Einsätzen vielleicht weniger.


    Aber andererseits sähe ich bei solchen konkreten Fällen dann eher eine primäre Verantwortung der FaSi und enge Zusammenarbeit von BR und FaSI - gibt in so kleinen Betrieben überhaupt eine FaSi und einen ASA (Arbeitssicherheitsausschuss) und folgend die (mind.) vierteljährlichen ASA-Sitzungen, an denen wiederum der BR teilnehmen kann?


    ... hoffe, dass ich in Zukunft dann bessere Formulierungen verwende.

    Dessen bin ich mir bei deinem riesigen Engagement sicher :) :thumbup:

    U.a. kannst dieses "tue" streichen, also "... mir das leisten tue" oder "... mich verzetteln tue" oder ähnlich. Dass ich mir das leiste oder dass ich mich verzettele, ist da auch schon wieder ein kleiner Fortschritt und spart obendrein jeweils ein Wort ;) :D

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Ich bin etwas verwirrt - geht es hier um eigene Beriebshandwerker, inkl. derer
    aus Leiharbeitsfirmen (dafür ist der BR zuständig) oder um Service-Techniker, die durch einen Drittbetrieb Leistungen ausführen, die eine Fachabteilung deines Unternehmens beauftragt/veranlasst hat. Dafür bis du nicht zuständig.


    Das Wissen, das Fremde im Haus sind, muss der Objektverantwortliche (früher Hausmeister) haben. Diese Information sollte ihm die Fachabteilung geben. Die Fremdfirmenmitarbeiter melden sich bei ihm an und nach getaner Arbeit wieder ab (z. B. mit Gästeausweis). Die Leistungserbringung wird durch den Beauftrager/Veranlasser oder in deren Auftrag durch den Objektverantwortlichen quittiert.

    Für die Unterweisung im Arbeits-/Bandschutz ist die Fremdfirma zuständig. Die Auftragserteilung erfolgt mit der Maßgabe, dass dies geschehen ist und die Fachfirma für die Baustellensicherheit verantwortlich ist. Ebenso ist die Fachfirma dafür zuständig, für eine beschriebene Leistung eine Gefährdungsbeurteilung anzufertigen.

    Die Fachfirma hat die zur Baustellenabsicherung notwendigen Materialien mitzubringen oder es können geprüfte und in ausreichender Menge vorhandenes Material (z. B. geprüfte Leitern /Tritte, Kabelbrücken) durch den Beauftrager (also die eigene Firma) gestellt werden.


    Anlagen/Technik, die zur Leistungsüberwachung geeignet sind, fallen - wie die Vorschreiber schon darauf hinwiesen - in die Mitbestimmungspflicht des BR und sind vor Leistungserbringung dem BR vorzustellen und es ist ihm so viel Zeit einzuräumen, dass der BR sich fach- und sachkundigen Rat einholen kann, bevor er seine Zustimmung gibt.

  • Ich bin etwas verwirrt - geht es hier um eigene Beriebshandwerker, inkl. derer
    aus Leiharbeitsfirmen (dafür ist der BR zuständig) oder um Service-Techniker, die durch einen Drittbetrieb Leistungen ausführen, die eine Fachabteilung deines Unternehmens beauftragt/veranlasst hat. Dafür bis du nicht zuständig.

    letzteres. Also Service-Techniker, die durch einen Drittbetrieb Leistungen ausführen.

  • Irgendwie scheint das mit den Fortbildungen gerade thematisch etwas aus dem Fokus gekommen zu sein:


    Du hast als BR einen Anspruch auf einen Fortbildungsplan. So kannst Du abgesehen von den gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungen für Eure Branche eben auch nachvollziehen, dass darüber hinausgehende Fortbildungen gerecht verteilt werden und nicht z.B. MA X immer fortgebildet wird und MA Y nie ;)