Zeitwertkonto -- Gibt es hier Erfahrungen ?

  • Ein facettenreicher Rücklauf an Infos bzgl. meiner Fragestellung, wie ach die "Text-Diskussionen".


    Diese Punkte nehme ich mit und werde hierzu Fragen formulieren:


    Geldwert oder Zeitwert (zumindest steht im Entwurf dass es "Geld" sein soll).
    Aber Personal-Abrechnungsprogramme sollten es heutzutage schaffen, hier auch einen Geldbetrag in Zeit (zumindest) umrechnen zu können, so dass der MA gleich erkennt wieviel "Tage" er schon angesammelt hat, ohne den Taschenrechner bedienen zu müssen.


    Kurzarbeit

    Müsste m.M. eine Regelung/Passus rein, damit im Fall einer KA hier fix verankerte "Beträge/Urlaubstage/Ü.std." unterbrochen werden können. Sonderzahlungen, Rest-Urlaube, Ü.std. sollen ja per MA-Anmeldung & Vorlauf funktionieren.

    Aber bei einer Regelung z.B. von dauerhaft von Lohn, könnte es im Fall des Falles "eng" werden.


    Wertverlust

    Zeit = Geld & soll konservativ angelegt werden, sodass zumindest die Einlage "gesichert" ist.

    Wenn man heutzutage das Beispiel fährt, man bekommt z.B. 3% Zinsen, hat aber ne Inflation von 8% ... dann ist es "Pech"?
    Habe es so verstanden, dass man den "Zeitwert" als Geldbetrag "einzahlt" und kann mir eine Abhängigkeit zu generellen Entwicklungen (Inflation) nicht skizzieren.


    Steuer/Politische Entscheidungen

    Steuerlich sollte es bei z.B. Sabbatical oder Elternzeit weniger spektakulär sein, als bei "Auszahlung" oder "Verwendung".

    Bei politischen Entscheidungen oder BGH-Urteilen wo Dinge "gestrichen" werden, müsste man von einer Stelle xyz dann zumindest eine Info bekommen, dass sich hier was geändert hat. Zumindest muss man fragen, wie sich Verträge verhalten, die vor einer politischen Veränderung od. Urteil abgeschlossen wurden.


    Schöne Woche Euch.

  • Der Vorteil des Zeitkonto ist es so immer 1:1 wie es befüllt wird auch wieder in Zeit entnommen werden kann und wird.
    Ziel der Konten sollte ja sein das man das auch wieder in Zeit entnimmt.
    Das muss aber immer in Geld umgerechnet werden und nicht nur können weil der Arbeitgeber sollte ja das Konto Insolvenz gesichert "betreiben" sollt.
    Und nicht nur wegen einer Absicherung wie einer Insolvenz bzw. einer Entnahme bei einer Kündigung wo eine Entnahme in Zeit nicht (mehr) möglich ist muss man den Geldwert kennen, sondern auch wenn man das am Ende des Jahres abgrenzen muss und Rückstellungen bilden muss ist der Geldwert zwingend nötig.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • einen Geldbetrag in Zeit (zumindest) umrechnen zu können

    Die Systeme kennen aber nur den aktuellen Stundenwert. Steigt der Lohn, hat man automatisch weniger Stunden. Auf unserem LZK gibt es nur einen Geldwert, da die Löhne steigen, entstehen daraus auch weniger Stunden. Da aber die Stundenlöhne nur im Cent-Bereich steigen, dürfte das am Ende nicht allzuviel ausmachen.

  • stimmt so pauschal nicht. Es ist eine Frage des Programms bzw. dessen Einstellungen.

    Passt aber trotzdem nicht wenn auf dem LZK nur Geld liegt. Nur wenn auch aufgezeichnet wird, wann das Geld eingezahlt wurde und welchen Wert die Stunde zum Einzahlungszeitpunkt hatte, könnte man die exakte Stundenzahl errechnen. Der Einzahlungszeitpunkt wird i.d.R. erfasst, aber der Stundenwert eher nicht (Und wird auch in den Zeitsystemen nicht unbedingt dauerhaft gespeichert, zumindest nicht über 10 Jahre hinaus).

  • Passt aber trotzdem nicht wenn auf dem LZK nur Geld liegt. Nur wenn auch aufgezeichnet wird, wann das Geld eingezahlt wurde und welchen Wert die Stunde zum Einzahlungszeitpunkt hatte, könnte man die exakte Stundenzahl errechnen. Der Einzahlungszeitpunkt wird i.d.R. erfasst, aber der Stundenwert eher nicht (Und wird auch in den Zeitsystemen nicht unbedingt dauerhaft gespeichert, zumindest nicht über 10 Jahre hinaus).

    Deshalb darf das eigentlich nur auf Zeitbasis geführt werden. Und die Bewertung für Rückstelllungen am Jahresende oder Insolvenzsicherung muss zum Preis bei der Jahresende bzw. beim Einzahlungszeitpunkt bewertet werden. Das ist für einen Arbeitgeber wegen den Rückstellungen am Jahresende auch kein billiger Vorgang.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Bei uns steht das drin:


    Insolvenz ist also gesichert. Und das LZK wird in Geldwert geführt, nicht in Zeitwert. Dumm wenn die Löhne stark steigen, dann sinkt die Anzahl der Stunden. Und es wird der Brutto-Stundenlohn eingeführt/eingezahlt.

  • Bei uns steht das drin:


    Insolvenz ist also gesichert. Und das LZK wird in Geldwert geführt, nicht in Zeitwert. Dumm wenn die Löhne stark steigen, dann sinkt die Anzahl der Stunden. Und es wird der Brutto-Stundenlohn eingeführt/eingezahlt.

    Das darf aber ganz klar nicht passieren. Weil vor einer Auszahlung steht die "Barentnahme" in Zeit. Und die darf sich nicht verändern.

    Passt aber trotzdem nicht wenn auf dem LZK nur Geld liegt. Nur wenn auch aufgezeichnet wird, wann das Geld eingezahlt wurde und welchen Wert die Stunde zum Einzahlungszeitpunkt hatte, könnte man die exakte Stundenzahl errechnen. Der Einzahlungszeitpunkt wird i.d.R. erfasst, aber der Stundenwert eher nicht (Und wird auch in den Zeitsystemen nicht unbedingt dauerhaft gespeichert, zumindest nicht über 10 Jahre hinaus).

    Wenn es keine Langzeitkonten sind welcher vor der Rente oder einer Altersteilzeit genommen werden sollen/müssen dann ist das nicht korrekt im Vorgehen. Deshalb per Screenshot durch jeden betroffenen Arbeitnehmer selbst sichern. Oder durch offizielle Ausdrucke welcher der Arbeitgeber in Form von Gehaltsabrechnungen selbst liefert.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • wenn ich mich recht erinnere, dann ist mumpel bei einem großen ehemaligen und noch immer teilstattlichen Betrieb mit tuftufs beschäftigt.

    Ich denke da müssten wir die komplette Vereinbarung kennen, kann mir nicht vorstellen dass BRs eines solchen Unternehmens das Ganze nicht bedacht haben, aber man hat ja auch Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Der BR hat bei uns nichts mit dem LZK zu tun. Da ist die EVG drin, und die Rechtsabteilungen von Bahn und EVG werden das sicher geprüft haben. ;)

    https://www.evg-online.org/fileadmin/Tarif/Tarifvertraege/Tarifvertraege_DB_Konzern/2022-inkl-FuntionsgruppenTV/22-06-01-2021.10.07_Lzk-TV_2021_zul_geaend_AETV_1_2021_final.pdf


    Wenn es keine Langzeitkonten sind welcher vor der Rente oder einer Altersteilzeit genommen werden sollen/müssen

    Wir können jederzeit aus dem LZK nehmen. Z.B. eine Auszeit, zur Betreuung einer Person, oder was auch immer.

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