Versicherung bei früherem Arbeitantritt

  • Servus zusammen,


    Dienstbeginn ist um 06:00 Uhr . Kollege fängt schon um 05:00 Uhr an um die Arbeit bewältigen zu können. in dem vorgegeben Zeitrahmen ist es wirklich schwer zu stemmen.

    Wie sieht es dann in dem Fall aus mit dem Versicherungsschutz , im Betrieb und auch auf dem Weg zur Arbeit. Dienstgeber will aber auch die Arbeitszeit nicht anpassen.


    Viele Dank schon mal

    Liebe Grüße

    Lothar

  • Wenn der AG die "Mehrarbeit" des AN duldet, dann ist es eine Versicherte Tätigkeit. Auch der Weg von und zur Arbeitsstätte. Es klingt allerdings so das der AG nicht bereit ist die geleistete Überzeit als solche anzuerkennen und damit zu bezahlen. Im Schadensfall geht dann die Streiterei los. Also niemals eigenmächtig ohne Erlaubniss Überstunden leisten.

  • Ich würde da einfach mal die FaSi dazu befragen. Alternativ einen Anruf bei der Berufsgenossenschaft tätigen. Spätestens die Berufsgenossenschaft kann und wird das sicher beantworten können.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Ich würde dem AN raten, die Entscheidung des AG zu akzeptieren und wieder zur vereinbarten Zeit zur Arbeit zu erscheinen. Sofern kein Werkvertrag vorliegt, schuldet der AN dem AG seine Zeit/Arbeitsleistung und kein Ergebnis. Wenn die Arbeit im gegebenen Zeitrahmen nicht bewältigt werden kann, kann der AG entweder den Zeitrahmen anpassen (sofern das mit AV, BV und TV verträglich ist) oder halt die Menge an Arbeit anpassen. Beides ist aber klare Aufgabe des Arbeitgebers. Und der hat selbstverständlich das Recht, dumme Entscheidungen zu treffen.

  • Der gesetzliche Versicherungsschutz besteht in jedem Fall, also auch wenn ohne Zustimmung oder Duldung des AG früher oder später gearbeitet wird. Da besteht also kein Problem.


    Die Antwort von Tobias Clausing hat insofern nichts mit der Frage zu tun, zumindest nichts direktes, ich finde den Hinweis aber trotzdem wichtig: Wenn die Mehrarbeit nicht bezahlt wird, lässt man sie besser eh bleiben; aber selbst bei Bezahlung ist man besser beraten, es so zu machen, wie der AG es zu wollen meint - das Ergebnis muss dann er ausbaden.


    (Im Übrigen, das führt ebenfalls von der Ursprungsfrage weg, erscheint mir aber wichtig: Als BR würde ich dieser Mehrarbeit auch nicht zusehen...)

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • der erste Satz von Fried beantwortet die gestellte Frage korrekt auch wenn ich kein Fragezeichen im Eröffnungsthread sehe.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)