selbständige Freistellung von BR Mitgliedern

  • Hier das BAG-Urteil, auf das sich in dieser Frage immer bezogen wird. Für das BRM dürfte es im Falle des Falles u.U. inhaltlich extrem schwierig werden, bei zwei existierenden Vollfreistellungen, v.a. ohne besondere eigene Funktionen im BR, eine zusätzliche Freistellung von 20 Stunden zu rechtfertigen...

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

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  • wie Pfried schon ausführte ist das die Transparenz die sein muss.


    Das hier


    finde ich viel schlimmer, wenn Mitarbeitenden keine Vertrauen in Teile des Gremiums haben ist das für die ganze BR-Arbeit ziemlich besch... und da würde ich dran arbeiten wollen

    Nun, auch unser Gremium ist nur ein Querschnitt der Belegschaft. Und da hast du halt auch Opportunisten dabei, die ihren Mund nicht halten können. Oder dadurch erlangtes Wissen für ihren Vorteil nutzen.


    Und die Chemie zwischen Menschen muss auch stimmen. Manchmal passt es halt nicht, und man könnte nicht mal sagen warum.

    Es wird auch einige in der Firma geben, die niemals zu mir kommen würden. Muss man akzeptieren.

  • Hier das BAG-Urteil, auf das sich in dieser Frage immer bezogen wird. Für das BRM dürfte es im Falle des Falles u.U. inhaltlich extrem schwierig werden, bei zwei existierenden Vollfreistellungen, v.a. ohne besondere eigene Funktionen im BR, eine zusätzliche Freistellung von 20 Stunden zu rechtfertigen...

    Danke für den Hinweis,


    wir werden mit der entsprechenden Person mal sprechen und schauen ob sich an dem Verhalten etwas ändert.

    Wirklich produktives habe ich von dieser Person noch nicht gesehen. Pausen und Rauchen stehen an erster Stelle X(

  • oschi , man könnte und sollte auf jeden Fall versuchen, das BRM für aktive Arbeit einzubinden, z.B. nach besonderen Interessen im Rahmen des BetrVG fragen, konkrete Projekte im Rahmen des BR anbieten o.ä.


    Dann hat man es zumindest versucht.


    Und u.U. wird man ja positiv überrascht - vllt ist da jemand bzgl abhängiger Arbeit ausgebrannt, hungert aber nach selbstbestimmterer Tätigkeit...

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  • Pausen und Rauchen stehen an erster Stelle X(

    was ja beides nicht zur bezahlten Arbeitszeit gehört und somit eigentlich in dem Zusammenhang nicht relevant sein dürfte.

    Oder werden bei euch "Pausen und Rauchen" als bezahlte Arbeitszeit gewertet?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • was ja beides nicht zur bezahlten Arbeitszeit gehört und somit eigentlich in dem Zusammenhang nicht relevant sein dürfte.

    Oder werden bei euch "Pausen und Rauchen" als bezahlte Arbeitszeit gewertet?

    Rauchen ist noch bezahlte Arbeitszeit, BV ist in Arbeit und dann wird sich zum Rauchen ausgestempelt.

  • wir werden mit der entsprechenden Person mal sprechen und schauen ob sich an dem Verhalten etwas ändert.

    Wirklich produktives habe ich von dieser Person noch nicht gesehen. Pausen und Rauchen stehen an erster Stelle Zitat Oschi


    Dass es Euch als BR nichts angeht hast Du aber immer noch nicht kapiert?

  • Dass es Euch als BR nichts angeht hast Du aber immer noch nicht kapiert?

    Die Frage ist mir im Ton zu aggressiv - hier wird eine Begriffsstutzigkeit unterstellt, die nicht gegeben ist.


    Dass die Rechtslage eindeutig ist, ist ja wohl unstrittig. Nichtsdestotrotz kann man als Gremium oder anderes BRM der Risiken eines solchen Verhaltens gewahr sein und/oder bzgl der Arbeitsverteilung unzufrieden sein - und warum sollte man das unter erwachsenen Menschen nicht ansprechen dürfen?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Fried wir kennen ja nur die Ansicht vom Oschi und die ist in meinen Augen sehr erschreckend!

    Er beißt sich an Urteilen fest die dem AG die Möglichkeit geben sich geleistete BR Tätigkeit erfasst zu bekommen....dem AG nicht dem BR. Ihn stören die Pausen die der Kollege macht obwohl dies auch im Moment toleriert wird. Seiner Meinung nach dürfen sich ja scheinbar nur die nach §38 freigestellten BRM BR Tätigkeit machen...ist aber nicht so. Meine Antwort als BRM wäre kümmer Dich um Deinen Kram.

  • schwede12 , wir sollten in diesem Forum mal runterkommen von unseren häufigen Unterstellungen bzgl angeblicher Einstellungen und Motivationen. Und das Wort "erschreckend" kommt mir aktuell in diesem Forum zu inflationär verwendet vor...


    Ich meine ja zu verstehen, auf was Du hinaus willst. Aber gerade auch als 1. ehemaliger BRV, der solches Verhalten von BRM (mein in diesem Thread angeführten Beispiel war natürlich ein extremes und entsprechend stark sanktioniertes - aber es gab auch weitere BRM, die Ansätze extensiver Abmeldung ohne ein entsprechendes Äquivalent von erforderlicher BR-Tätigkeit zeigten), bzw. 2. als Gremiumsmitglied, das schon mal bei einem Vollfreigestellten BRM eine komplette Verweigerung von Absprachen und Informationsweitergabe bzgl Tätigkeiten erlebt hat, kann ich den grundsätzlichen Frust darüber schon gut verstehen.


    Ohne nochmal in die Tiefe gehen zu wolle , das hat ja zudem (arbeitsrechtliches) Risikopotential für das BRM, aber auch die Gefahr des Imageschadens für das Gremium bzw des Streites innerhalb des Gremiums. Deswegen mein Vorschlag, das BRM bzgl des Risikos zu instruieren, aber auch zu versuchen, es mit seiner Kapazität konstruktiv einzubinden.

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  • Deswegen mein Vorschlag, das BRM bzgl des Risikos zu instruieren, aber auch zu versuchen, es mit seiner Kapazität konstruktiv einzubinden. Zitat Fried


    Das ist auf jeden Fall immer gut aktive BRM einzubinden. Es gibt ja genügend die nicht mehr als die übliche Sitzungsteilnahme machen wollen.



    wir sollten in diesem Forum mal runterkommen von unseren häufigen Unterstellungen Zitat Fried hmmm wieso Unterstellungen? Oschi hat doch deutlich seine Meinung über das andere BRM geäußert?

  • Fried wir kennen ja nur die Ansicht vom Oschi und die ist in meinen Augen sehr erschreckend!

    Meine Antwort als BRM wäre kümmer Dich um Deinen Kram.

    Hallo schwede12,


    ich denke wir können die Diskussion beenden da du nicht verstehst, worum es geht.


    Sich unter dem Deckmantel der BR Arbeit für die nächsten 4 Jahre zu verpissen und andere Kollegen die eigentliche Arbeit machen zu lassen ist für mich einfach nur widerlich. Unabhängig davon, ob sie es darf, eine Gesetzt dahintersteht oder sonst was.


    Danke und für mich Ende der Diskussion

  • Sich unter dem Deckmantel der BR Arbeit für die nächsten 4 Jahre zu verpissen....Zitat Oschi


    Wie gesagt der Druck muss von den direkten Kollegen und vom AG kommen und nicht vom BR.


    Hatte auch schon mal ein Seminar wo ein Ersatzmitglied von einem sehr großen Gremium ganz erschrocken gesagt hat....ich arbeite doch nicht mehr ;)


    So und jetzt Ende von der Diskussion ^^

  • Nein Schwede, da möchte ich dir widersprechen.

    Wenn sich jemand unter dem Deckmämtelchen als BRM verpisst, dann geht mich das als BRM sehr wohl etwas an.

    Denn ich habe als BRM die anderen Kollegen vor einem solchen Verhalten zu schützen (Überlastung, Arbeitsverdichtung etc.), und der BR sollte ein solches Verhalten auch nicht decken.

    Dem Ruf des BR tut ein solches BRM auch alles andere als gut.

  • Ach, schwede12 , es wird vom permanenten Wiederholen halt nicht origineller:

    ...als BR Polizist?

    Eh nicht, und behauptet hier niemand (auch wenn Du das immer wieder unterstellst), schon alleine weil es unzweifelhaft - wie auch hier im Thread festgestellt - an Überprüfungs- und Erzwingungsmacht fehlt.


    Als Gremium oder BR-Kollegen kann und darf es aber durchaus interessieren, wie jemand das Mandat nutzt, und man darf eine Meinung dazu haben und diese auch äußern.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Ob es das Gremium bzw BR-Kolleg:innen etwas angeht? Da kann man geteilter Meinung sein. Ich würde es auch mit "Ja" beantworten.

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  • Ich bin klar damit das man das im Gremium anspricht, was auch für das BRM als persönliches Risiko dahinter steht wenn man sich ungerechtfertigter Weise von der Arbeit frei stellt.
    Aber so lange der Arbeitgeber da nicht aktiv wird ist das für mich erledigt.

    Ich sehe hier bei der Einstellung gegenüber dem Betriebsratsmitglied einen massiven Gremiums und persönlichen Konflikt. Aber dieser ist aus meiner Sicht klar zwischen den Betroffenen Personen selbst zu klären.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)