Relevanz Stellenbeschreibung?

  • Habe ich das jetzt richtig verstanden: Ursprünglich machten sie Gruppen-Training und individuelles Coaching (zu gleichen oder ähnlichen Themen). Dann ist der AG gekommen und hat gesagt: ihr macht nur noch Gruppen-Trainings, das Einzel-Coaching machen unsere "Spezialisten", das habe sie denen schriftlich gegeben, aber da sie nie eine "Spezialistentruppe" wirklich aufbauen konnten, wurden auch die Einzel-Coachings nach wie vor gemacht, obwohl das anders vereinbart/angesagt war?


    Dann sähe ich hier schon eine Möglichkeit, den AG mal beim Wort zu nehmen und zu sagen... schau mal, kam von dir... warum halten wir uns nicht einfach an das, was wir damals vereinbart haben?

    Es ist ähnlich wie Du es beschreibst, nur nicht die Sache mit der Spezialistengruppe. Die Kollegen die die Einzelcoachings jetzt machen sollen gab es bereits vorher und die haben auch damals bereits Einzelcpachings gemacht. Aber wie es halt so ist: Anspruch und Realtität, da diese Gruppe mit einigen Aufgaben mehr beschäftigt sind, und diese auch mehr und mehr wurden, abern die Trainer die Einzelcoachings ( trotz fehlender Aufgabe laut Arbeiplatzbeschreibung ) weiter gemacht.

    Nun ist es so, dass sie allerdings aufgrund ( emotionaler und auch faktischer ) schlechter Behandlung sie ernsthaft darüber nachzudenken dieses nicht mehr zu tun. In dem Wissen, dass die Einzelcpachings von der anderen Gruppe weder in der Qualität und in der gewünschten Quantität umsetzbar sind.

  • Man könnte natürlich arbeitsrechtlich iSd Kolleg:innen argumentieren, dass die damalige (angebliche) Notwendigkeit eines neuen AVes dafür spricht, dass die Stellenbeschreibung tatsächlich den AV spezifiziert und deswegen diese Weisung des AG von § 106 GewO nicht mehr gedeckt ist.


    Vllt zu spitzfindig...


    Und, wie gesagt, der Weisung unter Vorbehalt einer gerichtlichen Überprüfung sollte man eh folgen.

    Vllt findet sich ja ein:e AN, der/die das gerichtlich klärt...

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • nur nicht die Sache mit der Spezialistengruppe

    Die hatte ich absichtlich in "" gesetzt, weil es mir darauf gar nicht ankam. Wichtig war, und das meine ich jetzt verstanden zu haben, dass der AG neue Arbeitsverträge gemacht hat, dass sie zukünftig keine Einzel-Coachings mehr machen, sie aber weiterhin hat machen lassen.


    Damit könnte der AN argumentieren: du hast mir explizit eine andere Weisung gegeben und sie mich sogar unterschreiben lassen, also erwarte ich jetzt auch, dass sie gilt.

    Während der AG argumentieren wird: ja, das war der Plan, aber du hast ja mitbekommen - faktisch (und damit konkludent im Handeln) haben wir das nie geändert.


    Vielleicht nicht gleich komplett verweigern (was immer schwierig ist) aber auf jeden Fall einfach mal blöd nachfragen, warum denn diese Änderung denn nicht gilt... (ich nenne das gerne: "Einen Stein ins Wasser werfen - mal schauen, was passiert...")

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Ok, das klingt für mich schlüssig und auch sinnvoll. Das Ansprechen dieses Umstandes ist ja kein Verstoß gegen Weisungsrecht oder ähnlichem, und man kann anhand der Reaktion des AG zumindest schon einmal etwas für sich ableiten.