Hitze

  • Bei uns gibt es zusätzliche Hitzepausen in klimatisierten Räumen ab ich glaube 32°C. Kostenloses Wasser (mit und ohne Sprudel) gibt es immer. Die Klimatisierung der Hallen wurde nicht angedacht und ist wohl auch zu teuer.


    Außerdem dürfen die Kollegen, in Absprache mit den Vorgesetzten, jederzeit kurze Arbeitsunterbrechungen machen. Da darf man sich auch mal abkühlen.

  • @GabrielBischoff


    Auszug aus der ASR:
    Bei Lufttemperaturen von mehr als +26 °C sollen, bei mehr als +30 °C müssen
    geeignete Getränke (z. B. Trinkwasser im Sinne der Trinkwasserverordnung)
    bereitgestellt werden.

    Bekommt Ihr den AG nicht soweit, dass er ab 26° das Wasserentnehmen und Trinken erlaubt?


    Wieviel kostet das pro Mitarbeiter? Denke mal nicht mehr als 1-2€ pro Tag.

  • Keine Sorge, das ist aus dem deutschsprachigen Reddit geklaut. Bei uns im Betrieb gibt es den guten Buddy Waterlogic, Ventilatoren und zur Not noch Wannen für ein Fußbad.


    Außerdem sind in meinem Büro nur 28,9 Grad - also total entspanntes Arbeiten.

  • Ich habe mal miterlebt, wie gegen die Hitze in einer (wirklich alten und niedrigen) Zerspanungshalle Wasser auf den (ölgetränkten) Fußboden gekippt wurde, um die Verdunstungskälte zu nutzen.

    Das hat die Temperatur bestimmt um ein Grad gesenkt und dafür aus der Halle eine schwedische Dampfsauna mit Maschinenölaufguss gemacht.

    Eine ganz großartige Idee. Inzwischen gibt es dort auch Wasserspender und größere Ventilatoren, die in der Lage sind, anständig Wind zu erzeugen. Das mit dem Wasser wurde nicht wiederholt.

  • Das zeigt mal wieder, warum gut gemeint und gut gemacht so gar nicht das Gleiche sind... ;)

    Ceterum censeo: Und auch deswegen ist es sinnvoll, die Expertise der zuständigen BG zu nutzen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Mal ne Frage: In der Halle mit Wasser macht Sauna... is klar. Wie sieht es aus, wenn man auf Flachdächer so Rasensprenger aufstellt und von Zeit zu Zeit das Wasser anstellt. Kann man die Verdunstungskälte für eine Abkühlung der Halle nutzen?

  • Kann man die Verdunstungskälte für eine Abkühlung der Halle nutzen?

    Zumindest theoretisch sollte das funktionieren. Aber abhängig von der Höhe der Halle, stellt sich die Frage, ob die gesenkte Temperatur auch unten ankommt... (Wobei das bei einem Blechdach vermutlich besser funktionieren würde, als wenn da noch andere Materialien drauf/drunter sind, da die Verdunstungskälte in erster Linie das Objekt betrifft, auf dem die Verdunstung stattfindet.)

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Zumindest theoretisch sollte das funktionieren. Aber abhängig von der Höhe der Halle, stellt sich die Frage, ob die gesenkte Temperatur auch unten ankommt... (Wobei das bei einem Blechdach vermutlich besser funktionieren würde, als wenn da noch andere Materialien drauf/drunter sind, da die Verdunstungskälte in erster Linie das Objekt betrifft, auf dem die Verdunstung stattfindet.)

    Bei einem sehr großen AG, bei dem ich mal arbeiten durfte, hat die Werksfeuerwehr an heißen Tagen die Hallendächer und- Wände (alles Blech) mit den Feuerwehrschläuchen besprüht.

    Ob es zur Abkühlung beugetragen hat, kann ich nicht beurteilen, heiß war es immer noch...


    Edit:

    Natürlich nicht mit den Schläuchen, sondern mit dem Wasser aus den Schläuchen. ;)

  • Hallendächer und- Wände (alles Blech) mit den Feuerwehrschläuchen besprüht.

    das funktioniert nur bei unisolierten Blech bzw Dächern, wenn das z.B. Trapetzblech mit Isolierschaum dazwischen ist wird die Wirkung marginal sein (es sein den die Isolierung ist wirkungslos)


    Wenn das bei isolierten Dächern funktionieren würde, könnten wir uns die ganze Isolierung sparen.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Es ist ja schön, dass so viele Vorschläge kommen, aber wir alle kennen nicht die Gegebenheiten vor Ort, und wir alle sind auch keine einschlägigen Expert:innen. Hawky bleibt m.E. weiterhin nur dieses:

    Was sagen der gesetzlich erforderliche Arbeitsschutzausschuss und der der betriebsärztliche Dienst zur Thematik? Hat man mal den Sachverstand der zuständigen Berufsgenossenschaft angefragt? Alle diese Expertisen wären wichtig. Und vllt sollte der BR, bzw sollten AG und BR gemeinsam, externen Sachverstand einkaufen.

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  • und wir alle sind auch keine einschlägigen Expert:innen

    Wie bitte? Ich habe hier gerade 26,3 °C an meinem Arbeitsplatz. Also erzähl mir nicht, ich sei kein Experte zum Thema Hitze (und dabei habe ich die Sauna im Keller noch nicht einmal mit berücksichtigt...) *duckundwech*

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