Darf AG einfach einen Änderungvertrag kündigen?

  • korrekt, hier muss tatsächliche und notwendige BR-Arbeit geleistet worden sein, z.B. Teilnahme an einer BR-Sitzung.

    Das alleinige Nachrücken ohne aktive-BR-Arbeit bewirkt keinen nachwirkenden Kündigungschutz (soweit mein aktueller Kenntnisstand, dazu kann man auch ein urteil google´n)

    Ja er war diesen Freitag aufgrund der Verhinderrung eines BRM in der Sitzung ( passierte bereits häufiger ). Alles sauber dokumentiert und nicht angreifbar.

  • Ja er war diesen Freitag aufgrund der Verhinderrung eines BRM in der Sitzung ( passierte bereits häufiger ). Alles sauber dokumentiert und nicht angreifbar.

    soweit gut, einzig stellt sich dann noch die Frage: war er der richtige Nachrücker?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


    Einmal editiert, zuletzt von Randolf ()

  • soweit gut, einzig stellt sich dann noch die Frage: war er der richtige Nachrücker?

    Ist der Papst katholisch? Scheisst der Bär in den Wald?


    Will sagen: Im Kündigungsschutzverfahren muss die Partei des/der AN nur angeben, dass der Vertretungsfall stattgefunden hat und der nachwirkende Kündigungsschutz gilt. Darüber hinaus ist nichts zu beweisen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Im Kündigungsschutzverfahren muss die Partei des/der AN nur angeben, dass der Vertretungsfall stattgefunden hat und der nachwirkende Kündigungsschutz gilt. Darüber hinaus ist nichts zu beweisen.

    was ja meine Frage impliziert: war er nachgerückt?

    Nur weil er an einer BR-Sitzung teilgenommen hat, war er ja nicht automatisch auch nachgerückt.

    Ich habe irgendwo schon mal gehört, das BRV auch falsche BRM einladen und somit für den falsch nachgerückten kein Kündigungsschutz entstanden ist. (soweit das z.B. bewußt gemacht wird, ist das eindeutig)


    Plötzlich Sonderkündigungsschutz? Nachrücker des Betriebsrats im Kündigungsschutz nach § 15 KSchG
    Viele Arbeitgeber kennen diese Überraschung - der Arbeitnehmer soll gekündigt werden. Er war bei der letzten Wahl auf einen der hinteren Plätze…
    www.lexology.com

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Randolf , auf etwas, das in Deinem Link steht, wollte ich hinaus. Wenn bewiesen ist, dass jemand als Nachrücker:in zu BR-Tätigkeit herangezogen wurde, endet die Darlegungspflicht des/der AN. Der AG hat nun zu beweisen, dass das Nachrücken unrechtmäßig war, und da heißt es in Deinem Link: Im Ergebnis lässt sich – aus Arbeitgebersicht leider – festhalten, dass die Anforderungen an den arbeitgeberseitigen Vortrag hier recht hoch sind.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Randolf , auf etwas, das in Deinem Link steht, wollte ich hinaus. Wenn bewiesen ist, dass jemand als Nachrücker:in zu BR-Tätigkeit herangezogen wurde, endet die Darlegungspflicht des/der AN. Der AG hat nun zu beweisen, dass das Nachrücken unrechtmäßig war, und da heißt es in Deinem Link: Im Ergebnis lässt sich – aus Arbeitgebersicht leider – festhalten, dass die Anforderungen an den arbeitgeberseitigen Vortrag hier recht hoch sind.

    Rein informativ: Ja er war der richtige Nachrücker - da achte ich peinlich genau drauf.