BEM trotz fehlender Krankenversicherung?

  • Hallo zusammen,


    folgende Situation......



    Bemmling ist bereits 72 Wochen krank, er ist nicht mehr krankenversichert, da sein Partner mit dem Gehalt über Beitragsbemessungsgrenze fällt, und er somit für den Bemmling aufkommen kann.



    Was könnten wir dem Bemmling empfehlen, damit seine finanzielle Lage gesichert ist?



    Gibt es unterschiedliche Vorgehen im öffentlichen Dienst und der freien Marktwirtschaft ?



    Ich danke dir und bleib gesund…..

  • wieso ist er nicht mehr krankenversichert, weil er 72 Wochen krank ist?


    ich vermute Du meinst er wird ausgesteuert und bekommt vom Amt kein Geld? korrekt?


    btw: es wäre besser eine eigenen Thread für diese neue Fragestellung zu eröffnen


    Was könnten wir dem Bemmling empfehlen, damit seine finanzielle Lage gesichert ist?

    eigentlich nichts, weil arbeiten kann er offensichtlich ja nicht.

    Er muss sich halt mit den Ämtern (Rentenkasse, Arbeitsamt, Krankenkasse) auseinandersetzen, welchen "Status" er jetzt bekommen wird, ggf ist er ja auch ein Kandidat für eine "Erwerbsminderungsrente auf Zeit"


    nur das muss der Betroffene jetzt klären, evt ist er Mitglied in einem Sozialverband (VDk, SoVD") die bieten da auch Unterstützung an.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


    2 Mal editiert, zuletzt von Randolf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Randolf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • ..... nein er ist nicht mehr krankenversichert, und ich habe rausbekommen, dass im öffentlichen Dienst zur freien Marktwirtschaft die Uhren anders ticken.

    Er hat jetzt ein Antrag auf Harz 4 stellen müssen und die wollten alles wissen inkl.Vermögensverhältnisse des Partners...

  • Ich bin dafür für diese neue Frage einen eigenen Beitrag zu erstellen, vielleicht kann ja auch Team-ifb das ganze abtrennen in einen eigenen Beitrag.

    Und schön wäre dann wenn alle relevanten Umstände im Eröffnungsbeitrag ergänzt werden welche relevant sind oder relevant werden.
    Wie z. B. der später nachgemeldete Bezug zum öffentlichen Dienst.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • ..... nein er ist nicht mehr krankenversichert, und ich habe rausbekommen, dass im öffentlichen Dienst zur freien Marktwirtschaft die Uhren anders ticken.

    Er hat jetzt ein Antrag auf Harz 4 stellen müssen und die wollten alles wissen inkl.Vermögensverhältnisse des Partners...

    Ja im Öffentlichen Dienst gibt es teilweise abweichende Regelungen, wobei dort auch nochmal unterschieden wird zwischen Beamten für die dann das entsprechende Besoldungsgesetz greift ggf. unterschiedlich je nach Bundesland bzw. Bund und den Angestellten im öffentlichen Dienst für die meist ein Tarifvertrag gilt. Jenachdem welchen Status die Person hat können darin auch noch Ansprüche enthalten sein. Allerdings kenne ich mich hier nicht wirklich aus, aber frag mal bei Eurer Gewerkschaft bzw. dem Besoldungsamt nach.

  • Hallo,


    die Regeln für gesetzlich pflichtversicherte und freiwillig in der GKV versicherte AN sind in Privatwirtschaft und öD völlig identisch.

    Unterschiede gibt es nur in Bezug auf evtl. Zusatzleistungen zum Krankengeld - zB einen "Krankengeldzuschuss".


    Deswegen bitte nochmal in einem extra-Thread klarstellen, ob es sich um Beamte, privatversicherte oder gesetzlich versicherte AN handelt.


    Die gesetzliche Pflicht zum BEM bleibt auch nach LTA-Leistungen bestehen. Die Zeit der LTA wird aber nicht mitgezählt.

  • Wie Du ja wahrscheinlich bemerkt hast würden Dir hier ein paar Leute gerne weiterhelfen, aber mit den sehr spärlichen Informationen, die Du lieferst, ist das nicht möglich.

    Noch dazu passen die auch noch nicht so ganz zusammen.

    Er hat jetzt ein Antrag auf Harz 4 stellen müssen und die wollten alles wissen inkl.Vermögensverhältnisse des Partners...

    "Hartz IV", bzw. ALG II, also die "Grundsicherung für Arbeitssuchende"(SGB II) gibt es nur für erwerbsfähige Personen und so wie ich das lese ist der besagte Kollege ja seit 72 Wochen AU und eben nicht erwerbsfähig.

    D.h. er musste vermutlich einen Antrag auf Sozialhilfe, bzw. auf "Hilfe zum Lebensunterhalt" stellen. Hier gibt es dann das Problem, dass eine Voraussetzung für Sozialhilfe "Keine ausreichende Hilfe durch Angehörige (z.B. Ehegatte oder Lebenspartner)" ist und diese Voraussetzung ja nicht gegeben ist.

    da sein Partner mit dem Gehalt über Beitragsbemessungsgrenze fällt, und er somit für den Bemmling aufkommen kann.

    ...aber das ist jetzt auch mehr oder weniger geraten. Für eine vernünftige Antwort müsstest Du noch ein paar Fakten liefern.

    Ist der Kollege tatsächlich nicht mehr krankenversichert? Wenn dem so ist, warum? Wo war er zuvor krankenversichert und warum ist er es dort nicht mehr? Wie sieht es tatsächlich mit seiner Erwerbsfähigkeit aus? Welche Sozialleistungen (bitte präzise und kein allgemeines "Hartz IV" ohne zu wissen was das im Detail bedeutet) hat er beantragt und mit welchem Ergebnis?

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • unabhängig von dem vorher bereits geschriebenen:


    der wichtigste Rat wäre: ab zur Krankenkasse, den Versichertenstatus klären und notfalls (!) freiwillig gesetzlich versichert bleiben. Sollte der Kollge wirklich (was ich nicht glaube) aus der Krankenversicherung genommen worden sein, dann bekommt er ggf. ein Problem wieder gesetzlich versichert zu werden, falls er auf Rente/Pension eingestuft wird.


    Wäre nicht der erste Rentner der plötzlich ohne gesetzliche Krankenversicherung dasteht, weil irgendwo einer zu langsam gearbeitet oder gedacht hat.


    Lieber ein paar Euro riskiert, als nachher ohne Krankenversicherung darstehen.


    - Hinweis: ist meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema -

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • so habe mal ein bisschen gegoggelt


    Zitat

    Was passiert nach Ende des Krankengelds?

    Bist Du auch nach der 78. Woche der Krankengeldzahlung – dem Ende des Krankengelds – nicht arbeitsfähig, deutet vieles auf eine Erwerbsunfähigkeit hin. Du hast eventuell Anspruch auf eine Er­werbs­min­de­rungs­ren­te.

    Deine Kran­ken­kas­se fordert Dich spätestens drei Monate vor dem Auslaufen des Krankengelds auf, einen Antrag auf eine medizinische Reha zu stellen. Daraufhin wird geprüft, ob eine Reha-Maßnahme Deine Arbeitsfähigkeit innerhalb von drei bis sechs Monaten wiederherstellen kann. Ist dies nicht zu erwarten, wird der Antrag auf Reha in einen Antrag auf Er­werbs­min­de­rungs­ren­te umgewandelt.

    Melde Dich spätestens drei Monate vor Ablauf des Krankengelds bei der Agentur für Arbeit. Denn wenn Dein Krankengeld ausläuft, während die Deutsche Ren­ten­ver­si­che­rung Deinen Antrag auf Er­werbs­min­de­rungs­ren­te prüft, hast Du Anspruch auf Ar­beits­lo­sen­geld bei Arbeitsunfähigkeit (§ 145 SBG III)

    Quelle: https://www.finanztip.de/gkv/krankengeld/ (Punkt 7)

    demnach greift hier der §145 SGB III und damit eine Form des Arbeitslosengeldes, wobei es notwendig ist die Anträge entsprechend zu stellen.

  • Um das alles als normaler AN zu durchschauen, sollte man sich sachkundige Hilfe holen und mal bei Sozialverband oder VDK anrufen und einen Beratungstermin vereinbaren.

    Schadet nicht und die Mitgliedsbeiträge sind überschaubar und gut angelegt.

    Das Leben ist Veränderung

    Starte dort, wo du stehst!

    Aber versuche jeden Tag einen neuen Startpunkt zu finden!
    Benutze das, was du hast!

    Aber versuche jeden Tag etwas neues zu benutzen!
    Tu das, was du kannst!

    Aber versuche jeden Tag etwas mehr zu tun!