Einladung TOP - Tagesprdnungspunkte

  • Hallo Zusammen,


    ich habe mal eine Frage zu den Tagesordnungspunkten.

    Unser Vorsitzender erstellt immer eine Tagesordnung mit diverses Tagesordnungspunkten.

    Teilweise ohne Vorher oder Überhaupt etwas dazu zu haben.


    Die Tagesordnung sieht bei uns (Beispielsweise) wie folgt aus :


    1. Feststellung der Beschlussfähigkeit

    2. Anpassung/Genehmigung der Tagesordnung.

    3. Genehmigung Protokoll vom

    a) 21.01.22

    4. Beschlüsse: Anträge auf Mehrarbeit/Arbeitszeitänderung nach § 87 BetrVG zum Zeitpunkt der Sitzung.

    a)

    5. Beschlüsse nach § 99 BetrVG

    a)

    6. Bericht KVP Ausschuß

    7. Bericht Arbeitssicherheit

    8. Bericht Lohn und Gehalt

    9. Bericht GBR

    10. Verschiedenes


    ZU den Punkten 5,6,7,8 gab es die vergangenen Sitzungen nichts. Nach meiner Rückfrage diese streichen zu lassen hat der Vorsitzende folgende Antwort gegeben "Diese Punkte bleiben als Standard für jede Sitzung bestehen. Wer etwas hat trägt vor wer nicht der nicht"


    Ist das richtig oder in irgendeiner Art und Weise überhaupt korrekt "irgendwelche" Dinge drauf zu schreiben damit überhaupt etwas drauf steht?

  • Hallo Blume,


    die Tagesordnung ist doch Ok.

    Gerade wenn es mehrere Ausschüsse, Arbeitsgruppen und/oder wichtige Themenfelder gibt, macht es doch Sinn denn aktuellen Stand abzufragen. Wenn dann die Info kommt es hat sich seit der letzten Sitzung nichts neues ergeben dann ist es halt so. Der Vorteil bei so "standartisierten" Tagesordnungen ist doch dass kein Thema vergessen wird.

    Und manchmal braucht ein Ausschuss vielleicht auch den "Druck" dieser Tagesordnung damit dort etwas getan wird.


    Viele Grüße

    Bernd

  • ZU den Punkten 5,6,7,8 gab es die vergangenen Sitzungen nichts.

    sind ja auch nur "Berichte", ist doch nett wenn er darauf hinweist, dass die etreffenden Personen berichten dürfen wenn sie können :saint:


    Beschlüsse stehen zu den TOP nicht auf der TO , also reine Info-Punkte.


    Andererseits: wenn nix auf der TO steht, warum sollte er dann eine Sitzung machen?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Wenn es nix zu beschließen gibt dann ist das so! Dass die Punkte weiterhin aufgeführt werden ist okay und nicht zu beanstanden!


    Kann ja nicht zu unserem Personaler sagen: he Fritz stell doch mal jemand ein unsere BRM hätten gerne was zu beschließen auf der Sitzung :)

  • Hallo,


    was soll anständigen Berichtspunkten auf der TO schlimm sein?

    Auch wir haben das für unsere 11 beschließenden Ausschüsse. Dabei geht die Bandbreite der Sitzungshäufigkeit von wöchentlich bis 5-6 mal pro Jahr.

    Wir waren uns im Gremium immer einige, daß diese TOPs als "Erinnerungsposten" notwendig sind. Und wenn ein Ausschuß im Berichtszeitraum (seit der letzten BR-Sitzung) nicht getagt hat, wird das eben so vermerkt.

    Das ist immer noch viel besser, als die Ausschußarbeit derjenigen Ausschüsse, in denen ich nicht Mitglied bin, komplett aus dem Blickwinkel zu verlieren.

  • Feststellung der Beschlussfähigkeit ist bei uns kein Tagesordnungspunkt (daran ist ja auch nichts zu besprechen oder beschließen, sondern die stellt die/der Sitzungsleiter(in) bei Eröffnung der Sitzung und Begrüßung der Anwesenden fest) und euer Punkt 3 heißt bei uns nur "Protokolle", ansonsten ist es recht ähnlich.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Bullshit Warnung!

    Nein nein, Blume hat natürlich vollkommen Recht! Es ist eine absolut unzumutbare Belastung fast eine ganze Sekunde Lebenszeit dafür zu verschwenden auf der TO einen TOP lesen zu müssen, zu dem es gar nichts zu besprechen gibt. Wo kommen wir denn da hin?! Selbstverständlich ist es die Aufgabe des BRV, vor dem Erstellen der TO, mit jedem Mitglied jedes Ausschusses zu besprechen, ob es einen Punkt für die TO hat.

    Und falls sich kurzfristig, nach dem Versenden der Einladung und vor der Sitzung was ergibt, dann kann man das ja noch während der Sitzung per einstimmigen Beschluss auf die TO setzen. Sonst hätte der eine AG treue Quertreiber im Gremium ja gar keine Möglichkeit den TOP mit seinem Widerspruch zu verhindern. Man stelle sich das mal in der Praxis vor! Wenn da ein BRV einfach "personelle Maßnahmen" auf die TO schreibt, obwohl gar keine geplant sind, dann müsste man ja eine Kündigung, die einen Tag vor der Sitzung rein kam, direkt bearbeiten! Man könnte gar nicht als einziger der Aufnahme dieses TOP in die TO widersprechen und hätte damit gar nicht die Möglichkeit eine außerordentliche Sitzung zu erzwingen um die Fristen zu wahren. Das geht ja mal gar nicht!

    Gute BR-Arbeit zeichnet sich doch vor allem durch akribisches Mikromanagement aus und natürlich muss das bei der TO schon anfangen.

    8o

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • Er nu' wieder. ^^ :thumbup: <3


    ich habe mal eine Frage zu den Tagesordnungspunkten

    ............

    Ist das richtig oder in irgendeiner Art und Weise überhaupt korrekt "irgendwelche" Dinge drauf zu schreiben damit überhaupt etwas drauf steht?

    Soweit die Fragestellung.


    Und nun der Herr Mikromanager (wenn man das Wort hin und her wendet und zerlegt und die Anwendbarkeit der Teilwörter hinterfragt oder ausprobiert, kommen putzige Ergebnisse 'raus:D:(

    Blume hat natürlich vollkommen Recht!

    Es war nur eine Frage und keine Feststellung, ergo passt Rechthaben noch nicht so ganz :P ;)


    Akribisch kann ich auch ^^ :P ;) :evil: :saint: 8)


    Klar kann man auch Recht damit haben, eine bestimmte Frage überhaupt zu stellen, aber das blende ich vorsätzlich aus, sonst kann ich nicht so hübsch mit dem akribischen Mikromanagement herumspielen ;)

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Akribisch kann ich auch ^^ :P ;) :evil: :saint: 8)

    ...dann aber bitte richtig und auf den ganzen Text bezogen! Denn diese Aussage:

    Nach meiner Rückfrage diese streichen zu lassen

    sowie die Formulierung der Frage an sich, implizieren doch recht deutlich Blumes Missfallen an der beschriebenen Vorgehensweise des BRV 8o

    (und ich vermute mal stark, dass sie die Antworten, die sie hier bekommen hat, allesamt ziemlich kacke findet)


    *Bullshit-Modus aus*


    Das soll aber keine Kritik an der Frage sein! Es gibt (fast) keine dummen Fragen, aber fast immer dumme Antworten (wie meine z.B.).

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • Hallo Blume2022,


    dass und warum Vorrats-TOP durchaus üblich sind und auch ihre Berechtigung haben, haben die Kollegen ja schon hinreichend erläutert. (Es spricht (so gut wie) nichts gegen sie, viel für sie und sie erleichtern unterm Strich die BR-Arbeit.)


    Ich möchte aber noch einmal auf diese beiden Punkte eingehen:

    4. Beschlüsse: Anträge auf Mehrarbeit/Arbeitszeitänderung nach § 87 BetrVG zum Zeitpunkt der Sitzung.

    a)

    5. Beschlüsse nach § 99 BetrVG

    a)

    Mir ist nämlich gerade nicht klar, ob das a) im Anschluss an die TOP jetzt nur eine verkürzte Darstellung des konkreten Sachverhalts ist, oder auch lediglich Platzhalter für evtl. zu fassende Beschlüsse.


    Letzteres wäre hochproblematisch, weil damit jeder Beschluss gekippt werden könnte. Es sei denn, sie würden unter

    2. Anpassung/Genehmigung der Tagesordnung

    noch zu Beginn der Sitzung hinreichend konkretisiert.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • ist das zwingend wichtig oder kann man es auch weglassen?

    Ganz kurz: Nein und ja.


    Das Gesetz (§ 34 BetrVG) verlangt lediglich eine Niederschrift, die mindestens den Wortlaut der Beschlüsse enthält und vom Vorsitzenden sowie einem weiteren Mitglied unterschrieben ist.


    Die Genehmigung des Protokoll entspringt lediglich der Erkenntnis, dass es Menschen gibt, die sich schon nach drei Wochen an nichts mehr erinnern können (oder wollen?) und dann sagen: ja, nur weil ihr das so in der Protokoll geschrieben habt, heißt das ja noch lange nicht, dass das auch so war. Also wird das Protokoll von allen gegengecheckt und gemeinschaftlich verabschiedet.


    Es ist also mehr ein Mittel um "Ruhe im Karton" zu haben. Juristisch ist das nicht zwingend. Menschlich mag es das mitunter doch sein... aber das muss jedes Gremium für sich entscheiden.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Mein Problem mit solchen Tagesordnungen ist, dass nichts "richtig" draufsteht, Es gibt keine Beschlüsse, sondern man trifft sich einfach mal auf gut Glück.

    Ich empfinde die Sitzungen so meist als eher uneffektiv.

  • Ich empfinde die Sitzungen so meist als eher uneffektiv.

    Du würdest lieber deiner Arbeit nachgehen, als "Kontaktpflege" und "Gedankenaustausch" mit BRM-Kollegen machen?


    Manchmal ist das wie "Kaffeeklatsch", aber am Ende weiß man doch mehr als vorher. Außerdem ist es doch genauso interessant zu erfahren das alles in Ordnung ist und nichts beschlossen werden muss, als wie zu erfahren "die Bude brennt" wir müssen handeln.


    Dieses "uneffektiv" höre ich oft von BRM, die eigentlich gar keine Zeit haben für BR-Aufgaben, weil sie "noch-was-anders" zu tun hätten.

    Ist dann aber die falsche Einstellung für dieses "Ehrenamt".

    (nicht persönlich an Dich gemeint, ich kenne Dich ja gar nicht persönlich und erlaube mir daher auch kein Urteil über dich)

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Dieses "uneffektiv" höre ich oft von BRM, die eigentlich gar keine Zeit haben für BR-Aufgaben, weil sie "noch-was-anders" zu tun hätten.

    Das ist bei uns ähnlich, wenn es um Einstellungen geht, wo es keine Probleme gibt, fragen sie vorher, ob sie überhaupt kommen müssen...

    "Das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht."

    "Immer Sonne ist Wüste"

    BRV,9er Gremium,kein Tarif

  • Ich denke, jede BR-Sitzung ist idealweise eine gesunde Mischung aus beidem.

    Konkrete Themen die zu bearbeiten sind, und das möglichst effektiv.

    Aber auch "Klatsch und Tratsch". Ich halte das auch durchaus für wichtig. Im Idealfall bildet das BR-Gremium weite Teile der Belegschaft ab. Somit kommen hier häufig sehr unterschiedliche Meinungen und Erkenntnisse bzw. Informationen zusammen, die sich dann zu einem Gesamtbild manifestieren.

    Die Kunst des Vorsitzenden ist es, beiden Teilen ausreichend Platz in der Sitzung zu gewähren.


    Ein "Gerüst" für eine Tagesordnung mit Themen die jedes Mal besprochen werden haben wir auch. Ergänzt um aktuelle Themen. Wenn es zu einem Standardthema mal nicht zu sagen gibt, auch gut. Tagesordnungspunkt erledigt in 10 Sekunden.

    Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen

    (Aristoteles)

  • Es gibt keine Beschlüsse, sondern man trifft sich einfach mal auf gut Glück.

    Hallo Blume,

    (diesmal ohne Bullshit ;))

    das liegt ein bisschen in der Natur des "regelmäßigen Sitzungsintervalls". Die Ereignisse und Sachverhalte im Betrieb, die Beschlüsse des BR erfordern, halten sich ja nicht unbedingt an einen Zeitplan und schon gar nicht an die Termine der regelmäßigen BR-Sitzungen. So kann es durchaus vorkommen, dass halt nächsten Montag BR-Sitzung ist (so wie bei uns), der BRV da sitzt und die TO vorbereitet (so wie ich) und sich in der Zeit seit der letzten Sitzung quasi nichts ereignet hat, was einen Beschluss des BR erfordert (so geht es mir gerade). Soll ich die Sitzung deshalb jetzt absagen? Nein, natürlich nicht! Manchmal kommen die dicksten Dinger zwischen dem Versenden der Einladung und der Sitzung auf den Tisch und (wie ja schon erwähnt wurde) ist das "BR-Kaffeekränzchen" durchaus wichtig. Tatsächlich ist das sogar einer meiner "Standard TOP" und nennt sich "allgemeiner Informationsaustausch ohne unmittelbare betriebsverfassungsrechtliche Relevanz". Regelmäßig ergeben sich daraus wichtige Punkte oder Projekte.

    Um mal ein ganz einfaches Beispiel zu nennen:

    Im Laufe der Woche waren 2 MA bei mir und haben schwer über das gleiche Problem abgekotzt. Wollten aber keine offizielle Beschwerde beim BR einreichen, sondern sich halt nur mal auskotzen. Wenn mir dann beim "BR-Kaffeekränzchen" 3 weitere BRM berichten, dass bei ihnen auch Kollegen über das gleiche Problem abgekotzt haben, dann wird doch recht deutlich dass hier gerade etwas im Entstehen ist, wo man als BR initiativ tätig werden sollte (auch ohne offizielle Beschwerde an den BR).

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • Wir haben auch einen Regelmäßigen 1 Wöchentlichen Rhythmus für die BR Sitzungen. Klar ist es anfangs nicht leicht bei den Abteilungsleitern oder auch bei den Kollegen ( oder bei manchen BR Mitgliedern ) auf die Einsicht der Notwendigkeit dazu zu treffen. Aber unsere Erfahrungen sind das sich mit der Zeit auch die Aufgabenfelder erschließen und nach einer Weile kann man sich nicht mehr vorstellen das es nichts zu tun gibt und es doch so toll läuft. Vor allem auch der Austausch miteinander in so einer Sitzung kann zum Problembewusstsein beitragen. Bei uns mit ca. 250 MA gibt es ständig etwas, und wenn allgemein bekannt ist an dem und dem ist BR Sitzung sind alle weniger überrascht wenn das BRM sich zur Sitzung abmeldet.

  • Mein Problem mit solchen Tagesordnungen ist, dass nichts "richtig" draufsteht, Es gibt keine Beschlüsse, sondern man trifft sich einfach mal auf gut Glück.

    Es war ja auch nur ein Gerüst. Freilich kann man konkrete Themen auch konkret benennen, z.B. "Kündigung in der Probezeit Frau Erika Mustermann" oder "Rahmendienstplan Station M35" oder "BV BEM" o.ä.

    Aber wiederkehrende Standardpunkte der Tagesordnung wie Protokolle, Einstellungen oder Veränderungen lassen sich auf die oben beschriebene Weise sehr gut abhandeln, man muss das Rad ja auch nicht Woche für Woche neu erfinden.


    Ob und welche Beschlüsse zustandekommen, ergibt sich in der Sitzung, nicht selten werden Themen mangels ausreichender Informationen auch mal zurückgestellt. Eine Tagesordnung kann Beschlüsse ja naturgemäß auch nicht vorwegnehmen, sondern die gefassten Beschlüsse werden im Sitzungsprotokoll festgehalten und sind dort nachlesbar, bei einigen BR offenbar auch in separaten Beschlussprotokollen.


    "auf gut Glück" würde ich das auch nie nennen, denn damit negierst du Sinn und Bedeutung jeglicher Beratung vor einer Beschlussfassung - oder Verschiebung derselben.


    Ich empfinde die Sitzungen so meist als eher uneffektiv.

    Weil die TO ergebnisoffen formuliert wurde? Ich kann nicht mehr folgen :-/

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.