Verstoß gegen AU-RL §5 Abs. 4 - Dauer der AU

  • Hallo zusammen,


    kann ein Verstoß gegen die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie §5 Absatz 4 den AN angelastet werden?

    Die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit soll nicht für einen mehr als zwei Wochen im Voraus liegenden Zeitraum bescheinigt werden. Ist es auf Grund der Erkrankung oder eines besonderen Krankheitsverlaufs sachgerecht, kann die Arbeitsunfähigkeit bis zur voraussichtlichen Dauer von einem Monat bescheinigt werden.

    Ist hier der Arzt in der Verantwortung oder der AN? Was sind die Folgen eines Verstoßes?


    Es geht um eine AU, die direkt für sechs Wochen ausgestellt wurde. Jetzt wurde eine "Ermahnung" ggü. dem AN ausgesprochen. Die Arbeitsunfähigkeit selbst wurde offenbar nicht angezweifelt. Ich weiß, eine Ermahnung ist letztlich nur ein Hauch heißer Luft, ich würde das aber gerne ggü. dem AN genauer einordnen können.


    Danke für eure Rückmeldungen.

  • Jetzt wurde eine "Ermahnung" ggü. dem AN ausgesprochen.

    Lass es mich mal so sagen: ich wusste bis eben noch nicht einmal, dass es eine solche Richtlinie gibt. (Ok, doch, dass es sie gibt schon, aber es hat mich nie interessiert, was in ihr drin steht - ich stelle schlicht keine AUs aus.)


    Wie man hier also auf die Idee kommt, einen AN für einen Fehler des Arztes zu ermahnen, erschließt sich mir noch nicht einmal im Ansatz...


    Einen Hinweis, im Sinne von "schönen Gruß an deinen Arzt, so geht das nicht" hätte ich verstanden, aber eine Ermahnung? Doch bitte nur für Dinge, die ich auch zu verantworten habe...

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Hallo,


    dem AG sollte mal der Begriff "soll" erklärt werden.



    Und wenn der AG Mängel bei der AUB sieht und diese anfechten will, muß er sich an die KK mit der Bitte um Prüfung durch den MdK wenden.


    Die Ermahnung kann dem AN am Allerwertesten vorbeigehen.