Beschwerde nach § 85 BetrVG von BRM

  • Gesundes neues Jahr euch allen,


    Ein BRM möchte sich beschweren gemäß §85 BetrVG, kann er gerne machen soweit alles gut.


    Darf das BRM dann über die Berechtigung seiner Beschwerde selber mit abstimmen???


    VG

    BRV, 9er Gremium, an Tarif angelehnt

    2 Mal editiert, zuletzt von Toni99 ()

  • In eigenen Angelegenheiten hat das betroffene Betriebsratsmitglied kein Beratungs- und kein Stimmrecht. Anstelle des betroffenen Betriebsratsmitglieds nimmt nach § 25 BetrVG das für diesen Fall der Verhinderung nachrückende Ersatzmitglied an der Beratung und Abstimmung teil. § 15 Abs. 2 BetrVG (Berücksichtigung des Geschlechts entsprechend dem Anteil der Beschäftigten im Betrieb) ist zu berücksichtigen.

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    BRV,9er Gremium,kein Tarif

  • Danke, ich habe es einfach nicht finden können.


    Hey nochmal,


    müssen Beschwerden immer vom Gesamten Gremium angehört werden?

    und ist es die Aufgabe des BR auch die Gegenpartei anzuhören (wenn sich über ein MA beschwert wird)?

    oder sind wir nur die die sagen ja das ist ein Beschwerde Grund nein das ist kein Beschwerde Grund?


    VG

    BRV, 9er Gremium, an Tarif angelehnt

    Einmal editiert, zuletzt von Toni99 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Toni99 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo Toni,


    wenn ihr nichts anderes vereinbart habt entscheidet immer das ganze Gremium über die Zulässigkeit einer Beschwerde.

    Um die Zulässigkeit einer Beschwerde zu prüfen kann auch die Gegenseite gehört werden muss aber nicht. letztenendes muss der Arbeitgeber der Beschwerde nachgehen zumindest dann wenn der BR diese als zulässig eingestuft hat und an den AG weitergegeben hat.


    Viele Grüße

    Bernd

  • ergänzend zu Bernd_47 :

    ist es die Aufgabe des BR auch die Gegenpartei anzuhören (wenn sich über ein MA beschwert wird)?


    Ich zitiere mal den Absatz 1 des § 85 BetrVG und hebe eine Stelle hervor für meine Antwort:

    Zitat

    (1) Der Betriebsrat hat Beschwerden von Arbeitnehmern entgegenzunehmen und, falls er sie für berechtigt erachtet, beim Arbeitgeber auf Abhilfe hinzuwirken.

    Um herauszufinden, ob eine Beschwerde berechtigt ist, wird es wohl tatsächlich häufig sinnvoll oder gar unabdingbar sein, noch andere Quellen oder Meinungen zu hören oder einzuholen. Und in machen Fällen wird das wohl auch die Gegenpartei sein.


    Und vor diesem Hintergrund stimme ich Bernd zu:

    Um die Zulässigkeit einer Beschwerde zu prüfen kann auch die Gegenseite gehört werden muss aber nicht.


    Zusammenfassung: Es kommt drauf an :)

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.