3G am Arbeitsplatz

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    nach meinem Empfinden verlassen wir gerade komplett das Terrain Betriebsrat und Arbeitsrecht. Darf ich Euch bitten, wieder zum Thema zurück zu kommen?


    Mit herzlichem, kollegialen Gruß


    Moritz

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Moritz , es ist meilenweit off topic bzgl des Threads, da gebe ich Dir recht.


    Aber das Thema per se ist auch von innerbetrieblicher Relevanz, es begleitet AN-Vertreter:innen und wird sie weiter begleiten, und es muss sich zum Thema verhalten werden.


    Zudem sollte Solidarität immer im Vordergrund der AN-Vertretung stehen.


    Und da ist es durchaus angebracht, im Diskurs grundsätzlich zu werden. Wie jetzt gerade hier im Thread.


    Die Eingangsfragen sind ja zumindest beantwortet worden, und der/die Threadstarterin beteiligt sich auch an der generelleren Diskussion, m.E. ist die Netiquette eingehalten.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Ich denke auch, dass es in diesen verrückten Zeiten einmal angebracht ist, kurzzeitig das Thema zu verlassen.


    Übrigens werden ab morgen wohl bei uns die 3g-Regelungen durchgesetzt, was heißt, dass der AG 2 mal im Betrieb testen wird und die restlichen Tage müssen sich die MA selber um ihre Test kümmern. Also hier wird alles umgesetzt, wie es auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Da können wir als BR relativ wenig machen, da der AG dazu wohl nicht mit sich reden lässt.

    "Das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht."

    "Immer Sonne ist Wüste"

    BRV,9er Gremium,kein Tarif

  • was möchtest Du den als BR da machen?

    Bei uns im Betrieb - einer Klinik - gilt 3G aufgrund bayerischer Landesvorschriften schon länger. Geregelt wurde z.B. die Dokumentation / Aufbewahrung der personenbezogenen Daten (Impfstatus der AN, Testergebnisse) und wer als zweite Person bei der Testung anwesend sein muss.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • was möchtest Du den als BR da machen?

    Ich dachte vielleicht daran, das der AG alle Tests für die entsprechenden MA bereit stellt, oder das die Testung Arbeitszeit ist (obwohl das wieder ein Nachteil für die Geimpften wäre, die dann ja schon arbeiten)...

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  • ja gut, aber da es jetzt Vorgaben seitens des Gesetzgebers gibt, würde das nur notwendig sein, wenn der Rahmen überschritten wird.

    Solange es explizit innerhalb der aktuellen gesetzlichen Vorgaben stattfindet, wird der AG das machen können ohne BV oder Zustimmung des BR.


    ich orientiere mich da aktuell an den FAQ des BMAS, auch wenn es sicher dazu noch Änderungen geben wird


    Ich dachte vielleicht daran, das der AG alle Tests für die entsprechenden MA bereit stellt,

    das wäre etwas, was ich auch nachvollziehen könnte, weil damit der AG sicherstellt das die AN Test haben.

    Aber ich vermute, das wird sich regeln, sobald die ersten AN wegen fehlender Test nicht mehr zur Arbeit erscheinen dürfen

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


    Einmal editiert, zuletzt von Randolf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Randolf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Aber ich vermute, das wird sich regeln, sobald die ersten AN wegen fehlender Test nicht mehr zur Arbeit erscheinen dürfen

    Du meinst also, dann wird der AG von sich aus die Tests besorgen > kannsein, aber ich denke, man wird jetzt erstmal abwarten, wie es in der Anfangszeit laufen wird und dann kann man immer noch nachjustieren...

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  • Also generell finde ich es sowas von bedenklich wenn einem innerhalb einer Diskussion Dummheit und oder asoziales Verhalten vorgeworfen wird.

    Hier geht es um Meinungen nicht um unumstößliche Fakten. Auch wenn einige das immer noch Glauben.

    Ich glaube das ich sehr gute Argumente habe, meine Meinung zu vertreten.

    Dies gesamten Argumente hier und zum jetzigen Zeitpunkt darzulegen, würde nur zur Schließung diese Threads führen. Zumindest haben wir das ja schonmal erlebt.


    Zum Thema. Auch bei uns wurde heute Morgen die Umsetzung der Gesetzlichen Vorgaben besprochen.

    Ich konnte unseren AG davon überzeugen auch die Möglichkeit einer Testung hier am Standort durchzuführen

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Nun ja, erco , jede:r, auch Du, ist und bleibt frei in der eigenen Meinungsäußerung. Man ist aber nicht frei von der Meinungsäußerung anderer, also nicht immun gegen Kritik. Und jemandes Meinungsäußerung kritisch z.B. als dumm oder perfide oder unsolidarisch oder sozialdarwinistisch zu benennen, mag zwar ein hartes Statement sein, aber eben ein legitimes und seinerseits von der Meinungsfreiheit gedecktes.


    Ob das Gegenüber aber als Person dumm, perfide, unsolidarisch, sozialdarwinistisch ist, kann und wird man hier im Forum nicht beurteilen.


    Und, erco , oft wird in Diskussionen auch, aber nicht nur, über die Impfung einem Denkfehler aufgesessen. Es werden nämlich oft Tatsachenbehauptungen (z.B. die Impfungen wirkten nicht) vorgebracht und als Meinungsäußerung verkauft. Das Eine hat mit dem Anderen aber nichts zu tun: Meinungen können diskutabel sein, Tatsachen aber nicht (z.B. dass die Statistik zeigt, dass die Impfungen zwar nachlassend, aber immer noch wirken).

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Was viele nicht begreifen wollen: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit betrifft alle Menschen. Wer sich nicht impfen lässt greift, zumindest theoretisch, die körperliche Unversehrtheit anderer Menschen an, indem von Ungeimpften eine höhere Ansteckungsgefahr ausgeht (ausgehen kann). Und solange das nicht alle begreifen wird es Einschränkungen für Ungeimpfte m.E. geben müssen (Sachsen hat ja wohl bereits als erstes Bundesland Einschränkungen erlassen; für Ungeimpfte Ausgangsbeschränkung von 22:00 bis 06:00, für alle Alkoholverbot in der Öffentlichkeit).

  • Kann mal jemand einem ungebildeten Proletarier erklären, warum ein Alkoholverbot zur Viruseindämmung beiträgt? Vermehrt sich das Virus in Alkohol oder will man verhindern dass wir nach einem Glas Bier oder Wein enthemmt übereinander herfallen? =O


    Und wenn die Politik schon so besorgt um unsere Gesundheit ist, warum kann man den Infektionsschutz nicht auch mit einem Rauchverbot oder Fleischessverbot koppeln? :/

    Für einen Betriebsrat gilt: Lobt dich der Gegner, ist das bedenklich. Schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg. (August Bebel)

  • Es geht ja um Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Ich denke, es alkoholisierte Mitmenschen sind enthemmter und achten nicht mehr auf Regeln und Menschenansammlungen aufgrund Alkoholkonsum sollen auch vermieden werden.

    In gewisser Weise kann ich das auch nachvollziehen...( aber nur teilweise) ( also nicht so ganz)

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  • Okay, wenn ich mich draussen nicht enthemmen darf, gebe ich mir halt daheim die Kanne. Wahrscheinlich bin ich deshalb noch gesund. 8o

    Es geht m.W. tatsächlich um die Gefahr der Enthemmtheit unter Alkoholeinfluss. Alkohol wirkt ja erst einmal antriebssteigernd bei gleichzeitiger Senkung von Hemmschwellen. Beides ist bei Nikotin und Fleisch nicht der Fall.


    In Gesellschaft erhöht das das Weitergabe- und Ansteckungsrisiko, ist man alleine, kann man infektionstechnisch betrachtet enthemmt sein, wie man will.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    Einmal editiert, zuletzt von Fried ()

  • Hallo,

    Sorry das ich da eine Offtopic Diskussion angestoßen habt. Mir ist es egal ob Ihr Naive CoronaImpfgläubige oder durchgeknallte Aluhutträger seid, ich würde nur gerne daran erinnert haben das wird als Betriebsräte die Interessen ALLER Kollegen und Kolleginnen und * und sonstige Wolkenkuckucksheimer zu verteten haben.

    Daher mal eigene vermeintlich richtige "Fakten" beiseite legen und aufpassen das sich niemand am Arbeitsplatz zerfleischt.

    Darum gehts

  • Da die Regeln von der Regierung erlassen werden wird der BR nicht mitreden können.

    Bei der Entscheidung ob auch Vorort Testungen Durchgeführt werden hat der BR sehr wohl mitzuentscheiden.

    Wie die Daten erhoben werden wie verarbeitet usw.

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    Reinhard Mey