Zuweisung einer anderen Tätigkeit als der lt. Vertrag Geschuldeten?

  • Warum geht einer der BR nicht mal zu dem Chef hin und macht ein 4 Augen Gespräch?

    Ich bin ein totaler Befürworter solcher Maßnahmen.

    So kann man immer hinhören, wo der Schuh nun wirklich drückt.

    Denn leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass einem vom "Kunden" selten alles erzählt wird. Meist nur, was ihn/sie selber nicht belastet.

    Ich würde nie etwas tun, was meiner "Kundschaft" schadet, aber oft ist es hilfreich, die "Gegenseite" anzuhören und zu verstehen.

    So habe ich so manche Kuh vom Eis bekommen.

  • Nun, man kann zu beiden gehen. Und beide so auch wissen lassen, welche Konsequenzen so ein Handeln haben könnte.

    Den GF wird es sicher interessieren, dass so ein Streit ganz schnell fünfstellig teuer für ihn wird. Und seine Chance zu gewinnen auch relativ gering sind.

    Und den Chef kann man wissen lassen, dass man genau diese Zahlen dem GF an die Hand gibt, und an wem dieser sein Mütchen kühlen wird, wenn das in die Hose geht.

    Doppeltes Lottchen sollte nicht nur der AG können ;)

  • Bei Letzterem ist das sinnlos. Der macht was er will.

    Auch dagegen kann was getan werden.

    Einen Buchhalter als Küchenhilfe mit verkürzter AZ versetzen zu wollen ist schon eine harte Maßnahme.

    Kommen da noch einige andere Vorfälle hinzu könnten wir uns im Bereich des Mobbing befinden.

    Euer Kollege ist gut beraten hier ein Mobbing Tagebuch zu führen.

    Der BR könnte mal mit der FASI eine Gefährdungsbeurteilung über diese Führungskraft erstellen.

    So etwas könnte zu einem Umdenken bei der Führungskraft führen dann steht er auf einmal in der Schusslinie.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Hallo,

    leidensgerecht - ja, das haben wir auf dem Schirm. Auch die Sache mit dem Tagebuch. Und der Betroffene hat sowieso im Blick, sich notfalls auch an das Arbeitsgericht wenden zu müssen. Dort würde er Recht erhalten, da sind wir uns soweit ganz gewiss. werde berichten, wie es dann weitergeht. Warumdas so ekalierte ist uns eigentlich klar. Der Betroffene hat den Vorgesetzten bei unerlaaubtem handeln erwischt und das dann gemeldet, nachdem ein freundlicher Hinweis keine besserung brachte. Seitdem herrscht Krieg gegen den Kollegen.

  • Hallo Grisu,


    in diesem Fall sollte die Geschäftsführung dringend zum Wohle des Mitarbeiters eingreifen, da er die Firma ja wohl vor Schaden bewahrt hat. Wenn er nun gegänelt und strafversetzt wird. Wird sich das sicher auf die Moral der anderen Mitarbeiter auswirken und solche Verfehlungen werden nicht mehr gemeldet, da ja anscheinend die Melder Strafen bzw. Repressionen zu befürchten haben.


    Viele Grüße

    Bernd

  • Der Betroffene hat den Vorgesetzten bei unerlaaubtem handeln erwischt und das dann gemeldet,

    Das hört sich stark nach einem Complianceverstoß an.

    Ich gehe mal davon aus, dass der Kollege als Buchhalter über eine Rechtsschutzversicherung verfügt.

    Wenn ja, würde ich an seiner Stelle keine Termine mehr mit der Unternehmensleitung bzw. Vorgesetzten führen, die dieses Thema berühren, ohne dass der Anwalt meines Vertrauens dabei ist.


    Ich gebe nochmal zu bedenken, dass man sehr wohl vor Gericht auf eine entsprechende Beschäftigung klagen kann.

    Seine wir jedoch mal realistisch, wie sieht denn dann die Zukunft des Kollegen aus?

    Vor dem AG kann es auch zu einer Einigung kommen, die eine Abfindung beinhalteten wird.


    Ich weiß ja nicht, wie alt der Kollege ist, aber bei einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren plus anerkannter Schwerbehinderung kann da schon mal ein schönes Sümmchen bei zustandekommen. Dann noch ein bezahlte Outplacement und die Kostenübernahme eines Headhunters sollten auch nicht fehlen.

    Das könnte man auch außergerichtlich zusammen mit dem Anwalt verhandeln.

    Die zu erwartenden, eingesparten Gerichtskosten kommen zu 2/3 auf die Abfindung drauf und es gibt eine unwiderrufliche Freistellung für die Kündigungsfrist mit einer Sprinterprämie (findet der Kollege innerhalb der Kündigungsfrist einen neuen Job, kommen 75% der gesparten Gehälter aus der Freistellung auf die Abfindung oben drauf).


    Ich bin gespannt, wie das weiter geht.

    Das Leben ist Veränderung

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    Tu das, was du kannst!

    Aber versuche jeden Tag etwas mehr zu tun!

  • In der Sache gibt es im Moment nichts Neues.

    Auf ein bestimmtes schriftliches Angebot des Kollegen an die Geschäftsführung hat diese bisher nicht reagiert. Wenn da weiterhin keine Rückmeldung erfolgt, wird der Kollege im neuen Jahr zwangsläufig auf seinem alten Posten antreten. Oder antreten müssen. Der Vorgesetzte dort wird ihn aber nicht arbeiten lassen. (Klar wird jemand vom BR mitgehen.)

  • (Klar wird jemand vom BR mitgehen.)

    Nachdem hier sehr ausführlich über Handlungsoptionen für den BR und die SBV geredet wurde, u.a. über Mitbestimmungsrechte, über die eigentlich zwingende und dann halt ggf von Euch zu initiierende Einschaltung des IA, oder bei einem solchen Vorgesetzten auch über die Möglichkeit des BR, den § 104 BetrVG zu benutzen, frage ich mich, ob Ihr da wirklich bloß "mitgeht"? Wie wäre es langsam mal mit direktem, deutlichem Kontakt mit dem AG und härteren Bandagen?


    ein bestimmtes schriftliches Angebot des Kollegen

    Das wurde doch bitte mit anwaltlicher Hilfe erstellt? Unter Einschaltung des IA?

    Einmal editiert, zuletzt von Fried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Winfried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Update und Zwischenstand:

    Es wird im Januar unter Einbeziehung des IA ein Gespräch stattfinden.

    Die Gf. hat dem Koll. ein konkretes Arbeitsangebot gemacht.

    Die Tätigkeit (Büro aber nicht der eig. Beruf) würde der machen.

    Weil weg von dem Vorgesetzten.

    Zugleich ist deutlich geworden, dass die Gf. nicht gegen den Vorgesetzten vorginge.

    Das ist auch nicht das erste Mal bei uns, dass solche Konstellationen so gelöst werden.

    Der betroffene MA wird irgendwo anders geparkt.

    Man trennt die beiden Parteien, vor allem indem man den nachgeordneten MA versetzt.

    Der Kollege könnte sich wehren, hat aber gesundheitsbedingt nicht die Kraft dazu.

  • Die Gf. hat dem Koll. ein konkretes Arbeitsangebot gemacht.

    Die Tätigkeit (Büro aber nicht der eig. Beruf) würde der machen.

    Weil weg von dem Vorgesetzten.

    das hört sich doch erstmal gut an.

    dass die Gf. nicht gegen den Vorgesetzten vorginge.

    das werden die meisten von uns so oder ähnlich auch kennen und ist leider, zumindest aus meinen eigenen Erfahrungen wohl üblich.



    r Kollege könnte sich wehren, hat aber gesundheitsbedingt nicht die Kraft dazu.

    dann soll er den neuen Job machen und sich dort einbringen.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)