schnelle Unterstützung erbeten : Fristlose, verhaltensbedingten Kündigung, hilfsweise ordentlichen personenbedingten Kündigung

  • Wenn ich da so in meine (reichlich trübe) Kristallkugel schaue:


    Die Parteien treffen sich zum Gütetermin vor dem Arbeitsgericht. Der/die/das Vorsitzende wird ein paar warme Worte sagen. Der Kläger (AN) wird darauf beharren, dass er weiterbeschäftigt wird. Die Beklagte (AG) wird erklären, dass das unter gar keinen Umständen passieren wird. Dann wird der/die/das Vorsitzende noch ein paar Worte sagen und anschließend wird (vermutlich die Seite der Beklagten) darum bitten, ob die Parteien sich eben besprechen können.


    Und abhängig von dem. was der/die/das Vorsitzende vorher gesagt hat, wird die Beklagte ihr Angebot erhöhen oder nicht. Und in den meisten Fällen (zumindest den, die ich so erlebt habe), hat man sich anschließend noch einmal im Saal getroffen, nur um zu Protokoll zugeben, dass die Parteien sich außergerichtlich geeinigt hätten und der Fall erledigt sei. (Dabei wird üblicherweise Stillschweigen über die Höhe der Abfindung vereinbart, weil der AG ungern "die Hosen runterlässt".)


    In seltenen Fällen wird die Abfindungssumme tatsächlich vom Gericht protokolliert (hat u.U. den Vorteil, dass der AN bei der AfA belegen kann, dass er ja versucht hat gegen die Kündigung vorzugehen, jetzt aber leider doch arbeitslos ist).


    Will sagen: erwarte da nicht zu viel. Ab hier passiert das meiste "hinter den Kulissen".

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!