Wer zählt zum Zeitpunkt des Wahlausschreibens zum Unternehmen?

  • "Hallo an das Forum,


    wir haben derzeit 15x Mitarbeiter und zum Zeitpunkt der Wahl mind. einen weniger, da er bis dorthin ausscheidet.

    Wird er zum Zeitpunkt des Wahlausschreibens mitgezählt und kommt auf die Wählerliste als "nicht wählbar, nicht wahlberechtigt" oder wird dieser Mitarbeiter gleich weder gezählt noch berücksichtigt auf der Wählerliste?


    Im Wahlausschreiben finde ich nur folgende Information:

    "Der zu wählende Betriebsrat besteht insgesamt aus ………. Mitgliedern.

    Da im Betrieb ………. Frauen und ………. Männer beschäftigt sind, ... "

  • Hmm erst mal ist er wählbar und auch wahlberechtigt. Er könnte (wenn er gekündigt hat z.B.) seine Meinung noch ändern und dann....

    Am Tag der Wahl muss aber die Wählerliste auch ergänzt (neue) und auch gestrichen (ausgeschiedene) berichtigt werden.

  • Hallo liebe BR-Prinzessin,


    bei der Anzahl der Männer und Frauen gilt der Zeitpunkt der Wahl.


    Bei den Mitarbeitern gesamt wird betrachtet, wie viele Beschäftigte im Regelfall im Betrieb beschäftigt sind. Hier würde ich betrachten, ob der Arbeitsplatz nachbesetzt werden soll oder nicht.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

    Einmal editiert, zuletzt von Markus 1973 ED ()

  • Danke Hawky, in diesem Fall endet das Arbeitsverhältnis vor der BR Wahl aufgrund verdientem Ruhestand. Ich denke nicht, dass man das noch ändern wird ;)

    Doch sonst gebe ich dir Recht, denn meines Erachtens können wir solche Informationen nicht im Rahmen einer BR Wahl ans "schwarze Brett" hängen.

  • bei der Anzahl der Männer und Frauen gilt der Zeitpunkt der Wahl.

    Das sieht die Wahlordnung deutlich anders...


    Zu diesem Zweck werden die Zahlen der am Tage des Erlasses des Wahlausschreibens im Betrieb beschäftigten Frauen und Männer in einer Reihe nebeneinander gestellt und ...


    Redet doch einfach mal mit dem Kollegen. Aus meiner Sicht könnt ihr ihn ungefragt in der Wählerliste aufnehmen, müsst dann aber die Wählerliste vor der Wahl korrigieren. Sollte der Kollege aber schon im Vorfeld erklären, zum Zeitpunkt der Wahl auch nicht mehr im Unternehmen zu sein, wird er wohl auch keinen Einspruch erheben, wenn ihr ihn direkt (weil absehbar) weglasst.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

    Einmal editiert, zuletzt von Moritz ()

  • Das sieht die Wahlordnung deutlich anders...

    Hallo Moritz,

    deine Aussage stimmt zu 100%, wobei wir stellen uns folgendes vor, in einem Betrieb mit 65 Bschäftigten, davon 14 Männer (somit 1 Minderheitenmandat) und bei allen bis auf den einen Kandidat laufen die Verträge am Tag vor der Wahl aus (waren alles männliche Werkstudenten, und der Kandidat ist der Abteilungleiter), sorgt dafür, das der eine Gewählt ist, wenn er denn seine 1 Stimme bekommt.

    ich weiß nicht ob das so der Wunsch der Frauen war, die diese Mindestquote wollten ;) . Als Arbeitgeber kann mann da schon was tun (Unterwanderung) wenn man denn will :D


    Gruß

    Rabauke

  • Das sieht die Wahlordnung deutlich anders...

    jetzt hab ich heute Morgen extra das große weiß-blaue Buch hervorgeholt, weil ich mir selbst nicht mehr sicher war......


    Und habs nicht geschafft, richtig abzulesen, Wahnsinn!


    Sorry, für die Flaschinformation, Moritz hat absolut Recht!


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Das sieht die Wahlordnung deutlich anders...


    ... Aus meiner Sicht könnt ihr ihn ungefragt in der Wählerliste aufnehmen ...

    Danke Moritz, ich bin auch zu dem Schluss gekommen, das er Stand heute noch auf die Wählerliste gehört (Unser Wissen basiert auf "Flurfunk") und ohnehin müssen wir nach Ende der Einspruchsfrist die Wählerliste überprüfen. Womöglich kommen auch noch weitere Änderungen hinzu, die uns noch nicht vorliegen bzw. der Kollege selbst bittet uns darum, dann haben wir es konkret.