Coronavirus führt zur Absage

  • Unsere ist für Ende März angesetzt. Wir bleiben erstmal dabei und entscheiden ggf. 10 Tage - 1 Woche vorher wie damit umzugehen ist. Bis dahin kann viel passieren.


    Sollte sie abgesagt/verschoben werden, würden wir die aktuellsten/wichtigsten Info per E-Mail und Aushang durchgeben.

  • Bei uns sind sehr viele Kolleginnen mit einem Computer ausgestattet und arbeiten viel mit Kolleginnen aus anderen Teilen der Welt, überwiegend virtuell, zusammen.

    Ein Teil unserer deutschen Belegschaft sitzt verteilt über das Bundesgebiet im Homeoffice.

    Seit Jahren machen wir Betriebsversammlungen am Stammsitz und ermöglichen es Kolleginnen im Homeoffice sich für die Betriebsversammlung einzuwählen. Zusätzlich haben diejenigen an den Telefonen die Möglichkeit Präsentationen, die im Saal gezeigt werden, am Bildschirm mitzuverfolgen. Es ist immer ein wenig holprig mit der Kommunikation im Saal, da alle Kommunikation (Fragen /Antworten/Kommentare) über ein Mikrophon gehen muss (oder am Mikrophon werden die in den Saal hineingesprochenen Fragen wiederholt, damit diejenigen am Telefon auch miteinbezogen werden). Das verlangsamt natürlich Diskussionen.

    Viele Personen auf engem Raum ist zur Zeit tatsächlich nicht günstig, vor allem auch weil ja schon in der Zeit, wo ein Mensch Überträger sein kann, dieser durchaus symptomfrei sein kann.

    Irgendwann werden alle (oder die meisten) infiziert sein und sind dann anschließend hoffentlich mit einer natürlichen Immunität ausgestattet.

    Aber das Problem besteht ja darin, dass, wenn sich zu viele zu schnell gleichzeitig infizieren, dass dann nicht mehr genug Ressourcen zur Betreuung zur Verfügung stehen und dann Erkrankunsfälle, die eigentlich gerettet werden könnten, nicht mehr gerettet werden können.


    Corona trägt so sicher in einigen Branchen dazu bei remote Veranstaltungen zu befördern, entlastet vielleicht durch weniger Reisen auch die Umwelt (aber sorgt natürlich auch zu Umsatzeinbrüchen bei denjenigen, die Transport organisieren).

  • Seit Jahren machen wir Betriebsversammlungen am Stammsitz und ermöglichen es Kolleginnen im Homeoffice sich für die Betriebsversammlung einzuwählen. Zusätzlich haben diejenigen an den Telefonen die Möglichkeit Präsentationen, die im Saal gezeigt werden, am Bildschirm mitzuverfolgen.

    Hallo Maulwurf,


    wenn ihr das so macht, dann ist das eure Entscheidung, aber die nicht Öffentlichkeit ist damit sicher nicht gegeben.



    Gruß

    Rabauke

  • Hallo Rabauke,
    danke für den Hinweis. Wir sind uns dessen und der Arbeitgeber, der ja auch sehr wohl was dagegen haben könnte (die Einwahldaten könnten ja auch an die Konkurrenz gehen bzw. man weiß ja nicht wer mit dem Eingewählten zusammen am Telefon sitzt), nimmt es aber seit Jahren hin. Und das obwohl der Arbeitgeber an anderen Stellen sehr geheimhaltungsorientiert ist. Führt aber immerhin dazu, dass wir eine größere Reichweite für unserer Betriebsversammlungsthemen haben: Zu den 10% der Belegschaft, die im Saal vor Ort sitzt, kommen noch ca. 25% der Belegschaft hinzu, die an den Telefonen lauscht. Zu den wichtigen Themen gibt es aber immer auch Informationen des BR, die an die Belegschaft zwischen den Betriebsversammlungen zirkuliert werden.


    Mit meinem Beitrag wollte ich nur ein Beispiel aus unserer Praxis geben.

  • M.E. ist bis auf weiteres eine andere Reaktion als die Absage von Betriebsversammlungen verantwortungslos.


    Die sicherheitssteigernden bzw ansteckungsminimierenden Aktionen in Reaktion auf Covid-19 sind angesichts der exponentiellen Verbreitung der Erkrankung (Verzehnfachung der Fallzahlen innerhalb von 16 Tagen, d.h. eben auch Verhundertfachung der Fallzahlen in 32 Tagen etc), einer sehr hohen Ansteckungsrate (die wohl >3 ist), der hohen Quote schwerer Verläufe (15-20%) und der hohen Letalität (wohl >2% - in Risikogruppen noch deutlich höher) absolut gerechtfertigt und haben mit Panik oder Hysterie (wie z.B. den Hamsterkäufen von Klopapier) nichts, aber auch gar nichts zu tun.


    https://flowingdata.com/2020/03/09/flatten-the-coronavirus-curve/


    Und natürlich schreibt das BetrVG die quartalsmäßige Durchführung zwingend vor; aber glaubt denn irgend jemand, dass angesichts der aktuellen Situation ein Gericht bei einer Absage eine Pflichtverfehlung annähme? Doch wohl sicher nicht.