Nach Auszählung Fehler im Protokoll

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    wir haben am Mittwoch unsere BR-Wahl vollzogen.

    Leider haben wir haber wohl 3 leere Stimmzettel als gültige Stimmzettel gedeutet und im Protokoll somit nicht aufgeführt.


    Jetzt wissen wir, dass auch leere Stimmzettel = ungültige Stimmzettel sind und müssten das Protokoll der Stimmauszählung korrigieren.


    Wie geht man hier am geschicktesten vor?

    Hatte das schon mal jemand, zumindest habe ich nichts lesen können.


    Beste Grüße

    Sven

  • Wir haben nun eine Korrektur am Originalprotokoll vorgenommen und auch auf dem Aushang der Bekanntmachung korrigiert!


    Damit die Kollegin, welche nachgefragt hat, sieht, dass wir gehandelt haben.

  • Leider haben wir haber wohl 3 leere Stimmzettel als gültige Stimmzettel gedeutet und im Protokoll somit nicht aufgeführt.

    Ich frage mich gerade, ob ich wissen will, in welcher Form ihr die drei Zettel "verarbeitet" hattet. Ist aber letztlich auch egal.


    Wenn ihr es korrigiert habt und es jetzt plausibel ist, sollte das Thema durch sein. (Vielleicht die nächsten 2 Wochen das Abendgebet leicht intensivieren... ;) )

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Meine Verständnisfrage ist wie ihr das nach dem Aushang des Wahlergebnisses und Protokolls gemerkt habt.

    Mir stellt sich die Frage wer dann 3 Stimmen mehr hatte und dem jetzt die Stimmen weniger fehlen oder was die Auswirkung dieser drei leeren als Stimmen auf das Wahlergebnis hat.

    Je nachdem können Stimmen ja einen Einfluss auf das Wahlergebnis und damit gewählte oder nicht mehr gewählte Betriebsräte haben.
    Wenn sich da etwas am Ergebnis verändert dann kann ich mich Moritz nur anschließen mit dem Abendgebet.
    Weil dann wäre das Risiko sehr hoch das vielleicht doch noch jemand die Wahl anfechtet wenn er das kann.

  • haben wir haber wohl 3 leere Stimmzettel als gültige Stimmzettel gedeutet und im Protokoll somit nicht aufgeführt

    Damit die Kollegin, welche nachgefragt hat, sieht, dass wir gehandelt haben.

    Meine Interpretation dieser beiden Aussagen:


    Es gab nur einen Wahlvorschlag und jeder AN hatte x Stimmen. Nun nutzt aber (üblicherweise) nicht jeder AN alle Stimmen. D.h. die Summe der gezählten Stimmen ist nicht gleich Anzahl der abgegebenen Stimmzettel mal x.


    Damit ist es also ohne weiteres möglich, dass sich an der Anzahl der Stimmen für die Kandidaten überhaupt nichts ändert (sollte bei einem leeren Zettel ohnehin so sein) und vor allem, dass es zunächst auch gar nicht auffällt (bei nur einer Stimme pro Zettel muss(!!!) die Summe der Stimmen gleich der Anzahl der abgegebenen Wahlzettel sein). Nur hat eine Kollegin (die vermutlich einen der leeren Zettel abgegeben hat) sich gewundert, warum nicht wenigstens ein ungültiger Stimmzettel ausgewiesen wurde.


    Daraufhin hat der Wahlvorstand seinen Fehler bemerkt und diese drei Zettel nachträglich als ungültig ausgewiesen. Am Ergebnis der Wahl sollte sich dadurch nichts ändern. Ein Hinweis auf schlampige Arbeit im Wahlvorstand ist es allemal, deswegen könnte jemand auf die Idee kommen und sagen: nee, ich glaube das alles nicht. Ich lasse mal prüfen, was da noch so alles schief gelaufen ist...

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  • Meine Interpretation dieser beiden Aussagen:


    Es gab nur einen Wahlvorschlag und jeder AN hatte x Stimmen. Nun nutzt aber (üblicherweise) nicht jeder AN alle Stimmen. D.h. die Summe der gezählten Stimmen ist nicht gleich Anzahl der abgegebenen Stimmzettel mal x.


    Damit ist es also ohne weiteres möglich, dass sich an der Anzahl der Stimmen für die Kandidaten überhaupt nichts ändert (sollte bei einem leeren Zettel ohnehin so sein) und vor allem, dass es zunächst auch gar nicht auffällt (bei nur einer Stimme pro Zettel muss(!!!) die Summe der Stimmen gleich der Anzahl der abgegebenen Wahlzettel sein). Nur hat eine Kollegin (die vermutlich einen der leeren Zettel abgegeben hat) sich gewundert, warum nicht wenigstens ein ungültiger Stimmzettel ausgewiesen wurde.

    Das muss doch aber bei der Wahl mitprotokolliert werden das ein Stimmzettel weniger als die maximal mögliche Stimmenzahl enthalten hat.
    Zur Übung empfehle ich mal eine Kommunalwahl in Baden-Württemberg mit Kumulieren und Panaschieren. Da lernt man so was für Leben, auch nur als Wahlbeobachter, wenn Stimmen und Anzahl der Stimmzettel mal mögliche Stimmen nicht mehr stimmen. :)
    Und man den Wahlbeobachter am liebsten sonst wo hin wünschen würde. :)

    Aber vielleicht war ich schon bei zu vielen Wahlen dabei im Unternehmen und mache mir nur zu viele Gedanken.

  • Das muss doch aber bei der Wahl mitprotokolliert werden das ein Stimmzettel weniger als die maximal mögliche Stimmenzahl enthalten hat.

    Also, nicht das ich wüßte?!


    Das man ungültige Wahlzettel Protokolliert und auch die nachträgliche Feststellung der Ungültigkeit bei besonderen Vorkommnissen protokollieren muss versteht sich von selbst, aber ich notiere es nicht, wenn ein Stimmzettel weniger Stimmen hat als möglich wären. Das mag bei Kommunalwahlen so sein, aber eine Verpflcihtung bei der Betriebsratswahl sehe ich nicht.


    LG

    Markus

    "Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind" Aristide Briand

  • Hallo Suppenkasper,


    die Stimmzetttel waren ohne jegliche Kennnzeichnung. Einfach nur leer. Daher waren wir uns unsicher, wie gezählt werden muss und hatten sie als gültig gewertet.


    Nun haben wir aber eine direkte Nachfrage gehabt, von jemanden, der wußte, dass er den Stimmzettel leer gelassenn hatte.

    Und dieser wusste auch, dass ein leerer Stimmzettel als "ungültig" gilt.


    Der MA war also vor Ort und hat bei der Wahl mitgemacht.

  • Lieber Moritz,


    vielen Dank für Deine Ausführung!


    Wir haben einen 5er BR gewählt. Es waren 6 Personen auf dem Stimmzettel.


    Uns lagen drei leere Stimmtzettel vor. Daher ändert es an der Anzahl der Stimmen nichts. Lediglich wissen wir, dass eine Person bewußt im Wahllokal war aber den Stimmzettel leer gelassen hatte. Damit man nicht denkt, warum war die Kollegin nicht wählen.


    Gut, an der Wahl ändert es nichts. Und schlampig haben wir bis zu diesem Fehler soweit auch nicht gearbeitet.

  • Lediglich wissen wir, dass eine Person bewußt im Wahllokal war aber den Stimmzettel leer gelassen hatte. Damit man nicht denkt, warum war die Kollegin nicht

    das verstehe ich nicht, entweder sie hat nicht gewählt dann ist der Stimmzettel weder gültig noch ungültig dann ist es einfach kein stimmzettel oder sie hat auf dem Stimmzettel niemanden angekreuzt, ob der dann bei einer Persönlichkeitswahl ungültig ist da bin ich mir nicht so sicher, bei uns ist bisher immer Listenwahl gewesen.

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • das verstehe ich nicht, entweder sie hat nicht gewählt dann ist der Stimmzettel weder gültig noch ungültig dann ist es einfach kein stimmzettel oder sie hat auf dem Stimmzettel niemanden angekreuzt, ob der dann bei einer Persönlichkeitswahl ungültig ist da bin ich mir nicht so sicher, bei uns ist bisher immer Listenwahl gewesen.

    Lieber rtjum,


    wir haben keine Listenwahl, sondern einfach nur eine normale Persönlichkeitswahl.


    Eine Kollegin ist vor Ort gewesen und hat von uns Stimmzettel und Umschlag bekommen. Nur hat sie niemanden angekreuzt, so dass wir einen leeren Stimmzettel bei der Auszählung hatten.

    Sie wollte nur den Anschein wahren, gewählt zu haben.


    Somit ändert sich an den vergeben Stimmen nichts. Wir haben lediglich den Stimmzettel als gültig gewertet. Was ja wohl falsch war und dies im Nachgang korrigiert.


    Gesamt gab es bei der Wahl dann drei nicht ausgefüllte Stimmzettel. Also blanko.

  • Das muss doch aber bei der Wahl mitprotokolliert werden das ein Stimmzettel weniger als die maximal mögliche Stimmenzahl enthalten hat.

    Aber vielleicht war ich schon bei zu vielen Wahlen dabei im Unternehmen und mache mir nur zu viele Gedanken.

    Hallo suppenkasper,


    das mag für die Komunalwahl in BW und HH gelten, für die Persönlichkeitswahl nach dem BetrVG gilt das aber nicht.

    aus diesem Grund haben wir z.B. 550 gültig abgegebene Stimmzettel und 3454 gültige Stimmen ;)

    und das, obwohl jeder 13 hätte ankreuzen können. In der Regel werden jedoch nur zwischen 3 und 8 Stimmen abgegeben.


    gruß

    rabauke

  • Gerade deshalb erfasse ich wenn eine der 550 Stimmzettel weniger als 13 Stimmen enthält.
    Dann ist es relativ einfach am Ende zu kontrollieren ob die Gesamtzahl der Stimmen welche für die Kandidaten gezählt worden sind mit der mit den Stimmenzahl auf den Stimmzetteln übereinstimmen.
    Wenn das nicht der Fall ist dann habe dann ist irgendwo etwas passiert wo ich das Ergebnis kontrollieren muss.

    Das kann man sicher auch nicht machen aber dieses Vorgehen erleichtert eine Plausibilitätsprüfung des Ergebnisses am Ende ungemein.

  • Gerade deshalb erfasse ich wenn eine der 550 Stimmzettel weniger als 13 Stimmen enthält.
    Dann ist es relativ einfach am Ende zu kontrollieren ob die Gesamtzahl der Stimmen welche für die Kandidaten gezählt worden sind mit der mit den Stimmenzahl auf den Stimmzetteln übereinstimmen.
    Wenn das nicht der Fall ist dann habe dann ist irgendwo etwas passiert wo ich das Ergebnis kontrollieren muss.

    Das kann man sicher auch nicht machen aber dieses Vorgehen erleichtert eine Plausibilitätsprüfung des Ergebnisses am Ende ungemein.

    also du erfasst bei 5 stimmzettel wurden 13 stimmen abgegeben und bei 545 weniger als 13..... hilft auch nicht weiter ;) nur mal so angemerkt

  • Sorry,

    aber ich habe schon an so mancher Stimmauszählung teilgenommen auch auf Kommunaler ebene.


    Da liest jemand die Stimmzettel vor und auch nur die angekreuzten, dann sind da mehrere Schreiber (min 3) je Kandidat, die die Stimmen notieren, es wird immer in Blöcken vorgelesen und dann verglichen, gibt es Abweichungen, wird der letzte Block erneut vorgelesen bis alle Schreiber für den jeweiligen Kandidaten die gleiche Stimmenzahl notiert haben. Übrigens ich muss nicht X Kandidaten mal 3 Schreiber haben, sondern ein Schreiber kann für mehrere Kandidaten die Stimmen notieren.


    Dieses System hat sich bei uns gut bewährt.

    Das Leben ist Veränderung

    Starte dort, wo du stehst!

    Aber versuche jeden Tag einen neuen Startpunkt zu finden!
    Benutze das, was du hast!

    Aber versuche jeden Tag etwas neues zu benutzen!
    Tu das, was du kannst!

    Aber versuche jeden Tag etwas mehr zu tun!

  • also du erfasst bei 5 stimmzettel wurden 13 stimmen abgegeben und bei 545 weniger als 13..... hilft auch nicht weiter ;) nur mal so angemerkt

    Nein ich erfasse X Stimmzettel mit 1 Stimme, Y Stimmzettel mit 2 Stimmen, ..... Z Stimmzettel mit 13 Stimmen.
    Damit kann ich das multiplizieren und addieren und kann dann mit der Summe der Stimmen der Kandidaten vergleichen.
    Wenn dort nicht die gleiche Zahl rauskommt habe ich eine Unstimmigkeit welche ich suchen muss.
    Wenn ich das am Anfang der Auszählung mit der Erfassung nach Stimmen auf den Stimmzetteln mache kann ich auch ausschließen das wie auch immer bei einer öffentlichen Auszählung Stimmzettel mit weniger als 13 Stimmen manipuliert werden weil weitere Kandidaten ein Kreuz bekommen.

    Vielleicht ist mit meinen Ausführungen mein Vorgehen etwas klarer geworden.

  • Hallo Suppenkasper....

    nett das ihr euch diese Mühe macht.

    Wir zählen aus, je 50 Stimmzettel je gruppe im ca. 10 Auszählgruppen (jeder Kandidat "darf" mit auszählen) dann werden die Blöcke neu verteilt so das jeder stimmzettel je Block 2 mal gezählt wurde

    sind die auszählergebnisse gleich, dann war es das für den Block, besteht ein unterschied dann wir dort wo der unterschied ist durch eine dritte gruppe dieses ausgezählt.


    Weil wir das so machen sind wir in der regel in 1,5 Stunden durch bei bis zu 13 möglichen Stimmen und 40 Kandidaten und ca. 500 Stimmzettel.


    Das ist für uns einfacher ;) und beinhaltet nicht noch einen weiteren rechenweg.


    gruß

    Rabauke