Stundenreduzierung und doch 8 Stunden Arbeiten

  • Hallo zusammen,

    ein Kollege hat seine Arbeitszeit von 8 auf 6 Stunden reduziert, soweit so gut.

    Nun ist aber so, dass er ständig 8 Stunden arbeitet, um mehr Urlaub machen zu können.

    Grundsätzlich kann er ja länger arbeiten aber wenn es geplant ist sehe ich hier ein Nachteil für die anderen Kollegen die mit ihm zusammenarbeiten.

    Wie seht ihr das?

    Danke

  • Moin Oschi,

    habt Ihr eine BV zur Arbeitszeit? Was sagt die über Gleitzeit und Überstunden?

    Ist denn soviel Arbeit da, dass er ständig 8 Stunden arbeiten muss? Was sagt die zuständige Führungskraft?

    Wenn es um freie Tage geht, hätte er ja auch auf eine 4 Tage Woche gehen können.

  • Nun ist aber so, dass er ständig 8 Stunden arbeitet, um mehr Urlaub machen zu können.

    Das verstehe ich nicht. Wieso hat er dadurch mehr Urlaub, also mehr Tage?

    Allenfalls könnte es dazu führen das er die Urlaubstage mit 8 STD berechnet bekommt.

    Wenn er die 2 STD anspart und dann ganze Tage, zum Abbau, frei nimmt ist es ja kein Urlaub.

    AZ Verkürzung bedeutet weniger Geld und dafür mehr Freizeit.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Das verstehe ich nicht. Wieso hat er dadurch mehr Urlaub, also mehr Tage?

    Allenfalls könnte es dazu führen das er die Urlaubstage mit 8 STD berechnet bekommt.

    Wenn er die 2 STD anspart und dann ganze Tage, zum Abbau, frei nimmt ist es ja kein Urlaub.

    AZ Verkürzung bedeutet weniger Geld und dafür mehr Freizeit.

    Ja du hast recht, es ist nicht mehr Urlaub aber er ist gefühlt für die Kollegen länger nicht da weil er sich so 2-3 Wochen frei erarbeitet.

    Und diese Zeit müssen die Kollegen für ihn mitarbeiten.

  • naja wenn die Kollegen und der AG sich das gefallen lassen...


    wenn ich als AG einen MA habe der sagt ich will nur noch 6 statt 8 Stunden arbeiten dann lasse ich den doch nicht weiter tatsächlich 8 Stunden machen. Und als Kollegen kann man sich bei den Vorgesetzten und auch beim BR beschweren...

    Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so. (Epiktet, gr. Philosoph)

  • Hallo,


    ich verstehe das Problem nicht. Der AN hat einen TZ-Antrag gestellt, dem vom AG entsprochen wurde. Der AN hat sich ein Arbeitszeitmodell eingerichtet, das zu mehr freien Tagen führt - was sein gutes Recht ist, schließlich finanziert er es selbst durch Lohnverzicht.

    Wer hier rummault, sollte sich doch mal intensiv mit dem TzBfG und der dazugehörigen Kommentierung befassen.


    Und es ist Sache des AG und des BR, dafür Sorge zu tragen, daß der Arbeitsausfall durch Teilzeitbeschäftigung so kompensiert wird, daß andere AN nicht übernmäßig belastet werden - wenn es sein muß durch Neueinstellungn.


    BR und AG sollten hier erst einmal ihren Aufgaben nachkommen, bevor ein einzelner AN, der seine gesetzlichen Rechte wahrnimmt, kritisiert wird.

  • Ich seh das im Prinzip wie Wolfgang (albarracin). Was aber evtl. zu bemängeln wäre ist, dass hier möglicherweise die Mitbestimmungsrechte des BR verletzt wurden. Die Verteilung der Arbeitszeit ist mitbestimmungspflichtig. Der BR hat, im Rahmen der Reduzierung, einem 6 Stunden Tag zugestimmt und jetzt wird die Reduzierung aber anders umgesetzt (8 Stunden Tag und dafür öfter frei). (Ist aber nur eine Vermutung).

    Um das sicher sagen zu können müsste Oschi uns mal aufklären, ob der BR beteiligt war und was für einem Arbeitszeitmodell der BR genau zugestimmt hat.

    „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“

    Hanlons Rasiermesser

  • Hallo,


    ja der Betriebsrat war involviert und hat mitbestimmt.

    Die Kollegen müssen natürlich bei Abwesenheit für diesen Kollegen mitarbeiten.

    Ich werden mit dem Vorgesetzten mal ein Gespräch führen was eigentlich abgesprochen wurde.


    Danke Olli

  • oschi

    Hat den Titel des Themas von „Stellenreduzierung und doch 8 Stunden Arbeiten“ zu „Stundenreduzierung und doch 8 Stunden Arbeiten“ geändert.
  • Hallo OS,


    wie Teilzeit aussieht bestimmt der An in Zusammenarbeit mit dem AG.

    ich arbeiten täglich in Vollzeit obwohl ich eine 50% Kraft bin um mehr frei zu haben zum Ende meines Arbeitsverhältnisses (drei Jahre zuhause und trotzdem Teilzeitgeld)

    ich denke gerade jetzt ist es erforderlicher den je, dass auch die Kollegen in ihren Gedanken weg kommen von Teilzeit bedeutet täglich weniger hin zu Teilzeit kann auch bedeuten mehr freie Tage. das diese tage ggf. flexibel genommen werden (z.B. Alleinerziehend und darum in den Ferien auch frei dafür außerhalb der Ferien 8 stunden täglich) ist da für mich eine klare Lösung.

    Die Zeiten wie es noch vor 40 Jahren war (also zu meinen Anfangszeiten in der Beschäftigung) sind heute nicht mehr up2date.


    Je jünger die Beschäftigten bei uns sind, um so höher ist die nachfrage nach Worklifebalance und Arbeitszeitmodelle die in Teilzeit sind bei hoher Freiheit der Arbeitszeitflexibilität

    Aus diesem Grund haben wir eine Gleitzeitregelung die Zeitguthaben bis zu 6 Wochen aufbauen und minus einer Woche abbauen lässt und die Freizeitentnahme Stundenweise, Tageweise und Wochenweise zulässt. Das ganze erfordert ein Zeitkontenmanagement, Arbeitsvolumenmanagement und absprachen unter den Kolleginnen und Kollegen.


    Hier hat bei uns der BR eine hohe Kontrollpflicht und achtet dabei mit darauf, dass es nicht zu Überlastungen einzelner kommt und die Zeitkonten gut managed werden. Bei uns müssen alle MA einmal im Jahr die Null durchqueren, und auch dieses überwchen wir. Es läuft gut.


    Gruß

    rabauke