Zentrale Firmenveranstaltung - Anwesenheitspflicht?

  • Hallo zusammen,

    unser Arbeitgeber hat alle Mitarbeiter (ca. 200) bundesweit zu einer Tagung mit anschließender Weihnachtsfeier eingeladen.

    Die Tagung soll am Freitag vor Weihnachten stattfinden und den KollegInnen wurde empfohlen das Angebot einer Übernachtung wahrzunehmen.

    Nachem nun alle, die nicht kommen können/wollen einen Grund hierfür angeben müssen, regt sich bei einigen Widerstand.

    Frage: Kann der Arbeitgeber die Anwesenheit anordnen oder kann jeder Mitarbeiter selbst entscheiden, ob er den Weg und die zeitliche Belastung - schließlich handelt sich sich um eine Dienstreise von mehr als 14 Stunden Dauer kurz vor Weihnachten - für tragbar hält?!

    Sprich: wie weit gehen die Grenzen des Direktionsrechts des AG?

    Gruss

    Christian

  • Hi Butzemann,

    es ist traurig, jedes Jahr um die gleiche Zeit tauchen hier die gleichen Fragen auf...

    Mal ehrlich, wo ist das Problem? Der AG setzt eine bundesweite Tagung an. Die Kosten dafür (inkl. einer Übernachtung)übernimmt er komplett. Damit bewegt er sich erst einmal im zulässigen Rahmen.

    OK, der Termin ist unglücklich gewählt. Und die Dauer ist es sicher auch.

    Meines Erachtens kann der AG die Teilnahme an der Tagung durchaus anordnen. Allerdings muss er dann evtl. Übernachtungen bezahlen. Und u.U. auch die Samstagsarbeit für die Kollegen, die erst am Samstag wieder zurückfahren (können).

    Nicht verordnen kann er natürlich die Teilnahme an der Weihnachtsfeier. (Ist prinzipiell Privatsache und als religiöses Fest sicher nicht anordbar.)

    Aber mal ehrlich: wenn ich da keinen Bock habe hinzugehen (ich lasse die Gründe mal völlig außer acht) dann finde ich doch (zumal bei dem Termin!) jede Menge Gründe (Kinderbetreuung, Weihnachtsvorbereitungen, Weihnachtsurlaub).

    Wenn also der Chef einen Grund haben will, warum sein (ich denke mal großzügig gemeintes) Angebot nicht angenommen wird, dann ist es jedem selbt überlassen ihm einen zu geben. (Gerne auch alle den gleichen: Der Abend ist bereits verplant!)

    Solche Dinge regelt man nicht über Gesetze, sondern mit ein bisschen Diplomatie und gegenseitiger Rücksichtnahme!

    Meint Moritz

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Zitat von butzeman :

    Frage: Kann der Arbeitgeber die Anwesenheit anordnen oder kann jeder Mitarbeiter selbst entscheiden, ob er den Weg und die zeitliche Belastung - schließlich handelt sich sich um eine Dienstreise von mehr als 14 Stunden Dauer kurz vor Weihnachten - für tragbar hält?! Sprich: wie weit gehen die Grenzen des Direktionsrechts des AG?

    hi, und gegenfrage: was steht denn im arbeitsvertrag (erbringungsort der leistung?) - das wird hier den ausschlag geben. und: auch eine dienstreise kann schon eine versetzung darstellen, prüft das mal. tschö tyler

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.