Klausurtagung des BR

  • Moin !
    Unser Gremium hat Probleme mit der "Motivation" einiger Mitglieder. Wir diskutieren daher gerade die Frage, ob uns eine Klausurtagung über ein Wochenende weiterhelfen kann?
    Meine Frage ist nun: Hat jemand bereits Erfahrungen mit einer solchen Klausurtagung gemacht, bzw. hat jemand in seinem Gremium bereits mit einem externen Moderator gearbeitet?
    Ich hoffe Ihr könnt mir einige Tipps geben!

    Neck

  • Hallo Neck,

    in meinem Gremium haben wir so eine Klausurtagung gemacht, als es bei uns tiefe Gräben gab. Meine Erfahrungen sind folgende:

    - wenn es um interne Dinge geht, ist ab einem gewissen Punkt ein externer Moderator unverzichtbar, da jedes BRM als "Partei" in der Auseinandersetzung angesehen werden kann.

    - Es muss natürlich ein Kommunikationsprofi sein, nicht nur irgendein Gutwilliger.

    - Es müssen alle Dinge auf den Tisch kommen, ohne daß es zu "Hinrichtungen" kommt.

    - der Verlauf der Klausur muß unbedingt vertraulich bleiben

    - Ergebnisse/Verabredungen müssen schriftlich für alle Teilnehmer fixiert werden. Alle Teilnehmer müssen sich bereit erklären, die Ergebnisse auch zu respektieren bzw. umzusetzen.

    Dann kann so eine Klausur ein Erfolg werden, wenn Ihr keine Wunder erwartet.

    &Tschüß

    Wolfgang

    - Die Kla

  • Hallo,

    bei uns gabs das bisher nicht, weil das Problem so auch nicht da war. Aber aus meiner psychologischen Erfahrung würde ich Dir auf jeden Fall raten, eineN ausgebildeteN ExterneN hinzuzuziehen, jemanden mit Erfahrung in Mediation. Zum Einen braucht es häufig die externe, neutrale Sicht, zum Anderen ist eine bestimmte Art der Gesprächsführung unerläßlich. EinE MediatorIn wird die Ergebnisse auch schriftlich fixieren, zumindest ist das m.W. State of the Art. Vertraulichkeit ist natürlich auch unerläßlich.

    Was man natürlich vorher klären muß, wäre die Frage der Kostenübernahme durch den Arbeitgeber.

    Grüsse Winfried

  • Hallo Neck,

    wir haben mit unserem Gremium schon diverse Klausuren durchgemacht.
    So eine Veranstaltung steht und fällt mit dem Moderator.
    Bei dem von Dir beschriebenen Grund für die Klausur, sollte es m.E. jemand sein, der in Sachen Kommunikation etwas auf dem Kasten hat.
    Unsere Erfahrungen waren durchweg positiv.

    Gruß
    Wolle

  • Moin Moin Neck,

    wir haben in unserem GBR Anfang des Jahres eine solche Klausurtagung durchgeführt. Hintergrund waren u.a. unbewältigte Konflikte aus vergangenen Jahren, die das Gremium unterschwellig in mehrere Lager geteilt haben. Darüber hinaus habe ich Seminare zu den Themen "Konfliktmanagement" und "Veränderungsprozesse in Organisationen"" mitgemacht, die diese oder ähnliche Themenstellungen beinhalten. Meines Erachtens ist der Erfolg einer solchen Veranstaltung stark von einem guten (professionellen) Moderator/ Berater abhängig. Es kann ja durchaus ans Eingemachte gehen und weh tun. In der Regel liegen naämlich die Gründe, warum jemand nicht so motiviert ist, im Gremium selber. :wink:
    Ein Profi ist dann als Notbremse/ Fallschirm/ Weichensteller schon wichtig.
    Wärmstens empfehlen kann ich Frau Klaudia Söllner, die auch als Referntin für das ifb tätig ist (siehe Katalog z.B. Seite 328).

    Nun müssen es aber nicht immer unüberwindliche Grabenkämpfe sein, die eine Klausurtagung rechtfertigen. In der heutigen Zeit, in der die Anforderungen an einen Betriebsrat immer komplexer in kürzeren Zeitabständen werden (zumindest empfinde ich das so), macht es durchaus einen schlanken Fuß, wenn man sich auch mal mit sich selbst beschäftigt. Es kann die Motivation ein wenig "motivieren", wenn man sich selbst mal reflektiert, definiert und Gedanken zu Zielen und Strategien in der BR-Arbeit austauscht. .

    Langer Rede kurzer Sinn:

    Ich sage JA zur Klausurtagung mit externer Unterstützung.

    Allerdings sollte dies wie ein Seminar innerhalb der normalen Arbeitszeit stattfinden. Das Wochenende könnte leicht zum Hinderungsgrund, gerade für Nicht-so-Motivierte werden.

    Viele Grüße
    Thomas

  • Zitat von vince-everett:

    Ich sage JA zur Klausurtagung mit externer Unterstützung.

    Allerdings sollte dies wie ein Seminar innerhalb der normalen Arbeitszeit stattfinden. Das Wochenende könnte leicht zum Hinderungsgrund, gerade für Nicht-so-Motivierte werden.

    Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.

    Außerdem solltet ihr die politische Dimension nicht unterschätzen. Soll der AG die Kosten tragen, macht ihr damit eure Uneinigkeit publik. Das ist nicht unbedingt gewollt. Zumal das Risiko besteht, dass der AG sich fragt, warum er dafür bezahlen soll, dass er ein Gremium erhält, dass effektiver wird. Noch dazu am Wochenende. Das wird dann u.U. als bezahlter Urlaub dargestellt...

    Also wenn am Wochenende, dann als Privatveranstaltung, mit der Gefahr, dass gerade die, die am ehesten dabei sein sollten sich mit fadenscheinigen Begründungen drücken.

    Besser halte ich da den Weg, das als internes Seminar zu organisieren. Da können/dürfen/müssen dann alle teilnehmen und das Thema Kosten ist klar.

    Gruß

    Moritz

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.