"Schwerbehinderte bevorzugt" durch Slogan ersetzt... gesetzeskonform?

  • Guten Morgen, liebe Community!

    ich habe da mal eine Frage, die ich nicht klären konnte und bin somit auf Eure Hilfe angewiesen:

    Der AG hat den Hinweis auf die erwünschten Bewerbungen von Frauen und Schwerbehinderten durch folgenden Satz ersetzt:

    Als zukunftorientiertes modernes Unternehen fördert (AG) ausdrücklich die Chancengleichheit und Vielfalt sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

    Ist dieser Ersatz gesetzeskonform?

    AG weigert sich, den üblichen Hinweis zu benutzen.

    Bitte um kurze Info, ggfs. mit Bezug zu gesetzlichen Bestimmungen...

    Vielen Dank!

  • Gegenfrage: Warum sollte das nicht Gesetzeskonform sein?

    Den Satz finde ich sogar besser. Mit dem Satz sollen Personen nach Geschlecht, Sexualität, religiöser Gesinnung und ethnische Herkunft nicht diskriminiert werden.

  • Hallo,

    der Satz ist aus meiner Sicht gesetzeskonform. Er spricht sich gegen Diskriminierung aus. Natürlich fehlt der Wortlaut, dass Schwerbehinderte bevorzugt werden sollen. Aber auch der Begriff Schwerbehindert kann durch Menschen mit Handicap ersetzt werden. Wie oft wird jetzt alles mit modischen englischen Wörtern ausgedrückt. Letztlich ist die Frage für mich, ob der AG dann bei der Einstellung sich auch an die Regelungen hält. Hier muss dann geschaut werden, ob gesetzeswidrig gehandelt wird.

  • Zitat von katamatschu

    mit Bezug zu gesetzlichen Bestimmungen

    Da hätte ich (als anerkannter Laie auf dem Gebiet SBV) mal eine Frage:

    Wo steht denn,

    a) dass der AG Schwerbehinderte und Frauen bevorzugen muss

    und

    b) dass er das auch so in die Stellenausschreibung schreiben muss?

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Hallo,

    das steht genau

    Zitat von Moritz

    Wo steht denn,a) dass der AG Schwerbehinderte und Frauen bevorzugen mussundb) dass er das auch so in die Stellenausschreibung schreiben muss?

    NIRGENDWO !

    Das sind rein deklaratorische Floskeln ohne jegliche rechtliche Relevanz und Substanz.

    Das sich ein AG in einem Bewerberverfahren an Recht und Gesetz halten muss, ist selbstverständlich. Aber wie er die Begriffe "Bevorzugung" und/oder "Förderung" konkret besetzt, ist erst mal seine Sache.

    Und auch eine Vereinbarung zwischen den Betriebsparteien entfaltet mal grundsätzlich keine "Außenwirkung" ggü. externen Bewerbern.

  • Moin Wolfgang,

    danke, dann stimmt mein Weltbild ja wieder...

    Zitat von Markus 1973 ED

    Wenn der Thread nicht schon etwas älter wäre hätte ich das auch gefragt

    Ich habe meinen Footer nicht von ungefähr... ;)

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.