Ist das einmischen einer Gewerkschaft in BR-Wahl zulässig

  • Eine Frage in die Runde: Unser Gewerkschaftssekretär versucht mit allen Mitteln das der alte BR-Vorsitzende wieder Vorsitzender wird. Das geschieht mit folgenden Mitteln: Die BR-Mitglieder, die dem Vorsitzenden gegenüber nicht positiv gestimmt sind, werden persönlich aufgefordert ihre Meinung zu ändern. Die Mitglieder die für den Vorsitzenden sind, werden beraten wie sie eine eigene neue Liste erstellen sollen damit sie im Gremium die Mehrheit erhalten und der Wahlvorstandsvorsitzende wird mit eingebunden. Gewerkschaftsmitgliedern die nicht auf die Gewerkschaftsliste und evtl. eine eigene Liste machen wollen werden damit bedroht, dass sie keine Informationen mehr von der Gewerkschaft bekommen bzw. werden aufgefordert über ihre Mitgliedschaft nach zu denken.

    Ist das nicht alles eine Manipulation der Wahl die nicht zulässig ist?

  • Als Gewerkschaftsmitglied würde ich mir das nicht gefallen lassen!

    Mal die Gespräche mit einer Stufe über diesen ,,Sekretär" führen.

    Die Beratung über eine eigene Gewerkschaftsliste ist natürlich völlig okay. Aber wenn Mitgliedern gedroht wird keine Informationen mehr zu bekommen wenn sie nicht nach der Pfeife dieses Herren tanzen...

  • Ich finde es immer schwierig aus der Ferne die betrieblichen Umstände zu kennen.

    Bei uns gab es mal den Fall, dass sich eine weitere Liste ergeben hat (auch Gewerkschaftsmitglieder), aber haben gegen die Gewerkschaftsliste gearbeitet, sei es mit negative Wahlwerbung gegen die Gewerkschaft und auch mit einer generellen Verweigerungshaltung im Greminum (da sie auch Mitglieder dort waren).

    Das fand die Gewerkschaft auch nicht schön und hat denen keinen Informationen zur Verfügung gestellt, da die Arbeit nicht Gewerkschaftsfördernd waren. Und das finde ich denn auch völlig in Ordnung!

  • Jedes BRM füllt dies Amt nach eigenen Gewissen aus. Es gibt keine Verpflichtung die Gewerkschaft zu unterstützen. Man kann eigene Listen erstellen und auch gegen die Gewerkschaftsliste Werbung machen ist alles erlaubt.

    Die Gewerkschaft hat ihren Mitgliedern, aber alle Informationen die benötigt werden zu geben, dafür gibt es einen Mitgliedsbeitrag und der ist in der Regel ja nicht so wenig. Ob die Arbeit der Mitglieder jetzt als ,,gewerkschaftsfördernd" oder nicht angesehen wird darf keine Rolle spielen.

  • mir ging es eigentlich darum: der Gewerkschaftssekretär berät eine zweite Liste mit Mitgliedern, Der Wahlvorstand versucht mit der Gewerkschaft eine Lösung zu finden, damit der BR-Vorsitzende widergewählt wird.

    Ist das eine Manipulation der Wahl und ist diese damit anfecht bar?

    Danke für eure Meinung

  • Hallo.

    Ganz platt: Ja, eine Gewerkschaft darf sich in BR-Wahlen einmischen, sie darf eigene Listen erstellen, sie darf Wahlpropaganda machen. Prinzipiell darf eine Gewerkschaft Mitglieder, die bei einer BR-Wahl gegen eine offizielle Gewerkschaftsliste antreten, sogar ausschließen.

    Und ja, auch WVM dürfen daran mitwirken, sie dürfen eigene Listen erstellen, Wahlpropaganda machen, so weit und so lange sie das als "Privatpersonen" machen und vom Amt als WVM akkurat trennen.

    Insofern erkenne ich hier nicht Schlimmes...

    Grüsse Winfried

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Zitat von BR-Mitglied 61:

    mir ging es eigentlich darum: der Gewerkschaftssekretär berät eine zweite Liste mit Mitgliedern, Der Wahlvorstand versucht mit der Gewerkschaft eine Lösung zu finden, damit der BR-Vorsitzende widergewählt wird.

    Ist das eine Manipulation der Wahl und ist diese damit anfecht bar?

    Danke für eure Meinung

    nein das ist keine Manipulation sondern ein demokratisches Miteinander.

    Es wird keiner gezwungen da mitzumachen, sondern die Überzeugungsarbeit führt nun zu dem Ergebnis oder nicht. Genau so ist unsere Kanzlerin wieder Kanzlerin geworden, egal ob die hälfte der SDP und 100% der CSU das eigendlich nicht wollten. Die vermeindlich richtigen Argumente haben das Ergebnis gebracht.

    Der BR wählt den Vorsitzenden aus seiner Mitte und wenn es hier nun auf Grund der Überzeugungsarbeit der organisierten BR-Mitglieder eine Mehrheit für den alten Vorsitzenden gibt udn dieser dann mit einer Mehrheit im Gremium gewählt wird ist das alles richtig und nicht verwerflich. Der wahlvorstand ist als Wahlvorstand eh aus dem prozess raus. Diese Wahl leitet ja nicht der Wahlvorstand, der hat nur zur Konsituierung eingeladen, diese Wahl leitet ja der aus der Mitte des gremiums gewählte Wahlleiter für die Wahlen Vorsitz und stellvertreter.

    Gruß

    rabauke

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.