Vertretung BR

  • Hallo Zusammen,

    folgendes Problem stellt sich in unserem Unternehmen gerade. Ich bin derzeit alleiniger BR und von den damaligen Ersatzmitgliedern ist nur einer übrig. Dieser hat mich bisher auch bei Abwesenheit im Betrieb vertreten. Jetzt ist es so, dass ich mich einer OP unterziehen muss und einige Wochen ausfallen werde. Meine Vertretung allerdings hat jetzt auch einen Unfall gehabt und fällt auch aus.

    Was nun? Wie ist hier die Rechtslage?

    Wäre schön, wenn jemand eine oder mehere schlüssige Hilfestellungen geben kann.

    Vielen Dank!

    Gruss

    Jastte

  • Ich meine, mich dunkel an ein Seminar erinnern zu können, in dem der Seminarleiter erläuterte, dass der Arbeitgeber auch nicht einfach irgendwelche Regelungen einführen darf, nur weil kein BRM anwesend ist. Er muss dann ggf. warten, bis Du oder dein Ersatzmitglied wieder im Haus bist.

    Möchte dein Arbeitgeber z.B. jemandem kündigen, dann muss er ein Zustimmungsersetzungsverfahren vor dem Arbeitsgericht anstrengen.

    Wie gesagt, das ist auch nur was ich meine, an was ich mich erinnere. Rechtssicher ist das keinesfalls.

    Hast Du Kontakt zu deiner Gewerkschaft oder einem Anwalt? In dem Fall wäre eine Info von dort sicherer.

  • meine Überlegungen dazu:

    - 1 BR = unter 20 MA

    - "planbar" da OP

    - was kann anfallen - Einstellung - Kündigung - schlimmstenfalls fristlos

    - mit dem AG sprechen ob während der Abwesenheit (zulange wird es hoffentlich nicht sein) irgendetwas in der Richtung geplant ist, wenn nicht möchte er das bitte zurückstellen bis wieder jemand da ist

    - Du kannst ihm ja sagen, dass falls der dringestens möglihe SAchverhalt (fristlose) anstehen sollte - er dir bitte ine Nachricht (Privatmail oder so) schicken möge

    (wirst ja hoffentlich nicht im Koma liegen)

    - wenn der AG natürlich "formal jursitisch" drauf ist - sendet er Anhörungen an die vom BR übliche Adresse (z.B. ins Fach oder BR - Büro legen und warter einfach fristablauf ab

  • Zitat von AnKa T.1:

    Ich meine, mich dunkel an ein Seminar erinnern zu können, in dem der Seminarleiter erläuterte, dass der Arbeitgeber auch nicht einfach irgendwelche Regelungen einführen darf, nur weil kein BRM anwesend ist. Er muss dann ggf. warten, bis Du oder dein Ersatzmitglied wieder im Haus bist.

    Möchte dein Arbeitgeber z.B. jemandem kündigen, dann muss er ein Zustimmungsersetzungsverfahren vor dem Arbeitsgericht anstrengen.

    Wie gesagt, das ist auch nur was ich meine, an was ich mich erinnere. Rechtssicher ist das keinesfalls.

    Hast Du Kontakt zu deiner Gewerkschaft oder einem Anwalt? In dem Fall wäre eine Info von dort sicherer.

    Der Arbeitgeber darf nicht bewusst den Zeitraum ausnutzen. Allerdings kann er, sofern es notwendig und nicht aufschiebbar dennoch umsetzen und muss kein Zustimmungsersetzungsverfahren anstrengen.

  • nun es stehen doch Neuwahlen an. tritt von deinem Amt sofort zurück, benenne einen Wahlvorstand, las neu wählen bevor es zur OP kommt und schaue dass du dann wieder mehrere Ersatzmitglieder bekommst und fertig ist die Sache.

    Gruß

    Rabauke

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.