Vereinfachtes Wahlverfahren in Betrieben unter 100 MA

  • Tach zusammen,

    wir hatten bisher im Betrieb immer das vereinfachte Wahlverfahren, auch als wir über die 50MA Grenze gekommen sind. Der Wahlvorstand hat mit der GL immer nach §14a(5) dir Durchführung des vereinfachten Wahlverfahren vereinbart.

    Dieses mal hat der Wahlvorstand das auch versucht, der Chef hat es jedoch abgelehnt die Vereinbarung zu unterschreiben.

    Sehe ich das richtig, dass wir als Wahlvorstand da nichts dran ändern können?

  • Zitat von Xolgrim:

    Tach zusammen,

    wir hatten bisher im Betrieb immer das vereinfachte Wahlverfahren, auch als wir über die 50MA Grenze gekommen sind. Der Wahlvorstand hat mit der GL immer nach §14a(5) dir Durchführung des vereinfachten Wahlverfahren vereinbart.

    Dieses mal hat der Wahlvorstand das auch versucht, der Chef hat es jedoch abgelehnt die Vereinbarung zu unterschreiben.

    Sehe ich das richtig, dass wir als Wahlvorstand da nichts dran ändern können?

    ja, dass siehst du richtig.

    Wenn der Chef nun das förmliche (teuere Wahlverfahren) wünscht, dann habt ihr das zu respektieren. Er bezahlt es ja.

    Wenn ihr das vereinfachte wahlverfahren anwenden wollt und zwischen 51 und 100 Wahlberechtigte seit, dann erläutert ihm doch, wieso das vereinfachte Wahlverfahren kostengünstiger ist und bittet Ihn es sich nochmals zu überlegen.

    Trifft er mit euch als Wahlvorstand keine vereinbarung, dann förmlich,

    schulung umgehend besuchen mit allen 3, weil das ist deutlich anders (kostet incl. Übernachtung und Lohnfortzahlung nur so ca. 5000,-€)

    Briefwahl wird dann wohl die regel sein, weil den Zeitpunkt der Wahl bestimmt der Wahlvorstand nach dem Gesetz, und der ist nun mal zufälligerweise in diesem Fall Rosenmontag. Da da alle Urlaub haben werden wohl nach Gesetz alle über Brifwahlunterlagen per Einschreiben und Rückschein angeschrieben, kostet weitere 4000,-€ bei ca. 80 Wahlberechtigte, dazu kommen noch die Termine die ihr alle habt. Die Wahl wird ihm dann so ca. 20.000€ kosten, wo es mit dem vereinfachten Wahlverfahren für weniger als 5000,- geht, da ihr hierin bereits geschult seit. Wenn er das will, dann soll er es so haben.

    ;)

    gruß

    rabauke

  • Danke für die Rückmeldung und die Vorschläge. Den höheren Aufwand und damit einhergehend höhere Kosten für das normale Wahlverfahren habe ich ihm (bzw. der Personalleiterin, er hatte nie persönlich Zeit) schon dargelegt.

    Wobei ich auch nicht aus allen Rohren feuern will. Wir erwarten immer, dass der Chef sich ans Gesetzt hält, genau das tut er hier. Aber eine Schulung werde ich auf jedenfall einplanen. Von der Aktion mit der Lage der Wahl aber vermutlich ablassen. Der Schuss geht bei uns sicher nach hinten los, weil die Belegschaft uns dann schon fragt ob wir einen an der Waffel haben.

    Die Dame der Peronalabteilung hat es auch sofort eingesehen und versteht die Entscheidung selber nicht. Der Chef will wohl eine eigene Liste aufstellen (lassen). Ich nehme das an er Stelle einfach mal als kompliment hin. Wir sind offenkundig unbequem genug, dass dem guten Gschäftsführer die Mehrkosten egal sind.

  • Hallo Xolgrim,

    mal eine Frage an dich, wie habt ihr das mit der Vereinbarung vereinfachtes Verfahren gemacht? Wir kommen dieses Jahr erstmals über 50 Beschäftigte.Muß der Wahlvorstand den GF anschreiben und fragen?

    Formular oder Formlos?

    Danke für deine Info

    Gruß Biggi

  • Hallo.

    Es gibt kein Formerfordernis für die Anfrage beim AG. Anrufen, ansprechen, anschreiben, anmailen, anmorsen...

    Das Gesetz nennt auch kein Formerfordernis für die Vereinbarung nach 14a V BetrVG: Im Prinzip kann das mündlich sein. Aus Nachweisgründen wird man aber die Text- (z.B. Mailverkehr in der Sache) oder Schriftform bevorzugen.

    Grüsse Winfried

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.