Unterrichtungspflicht des AG

  • Hallo,

    unser Gremium hatte heute zum Monatsgespräch mit dem Einrichtungsleiter geladen. Im Vorfeld hat er die Top`s zur Einsicht und Kenntnisnahme übersannt bekommen.

    Es ging heiß zur Sache, da der EL uns alle, das gesamte Gremium persönlich angerfiffen hat..mit den Worten...wenn Sie alle ihre Arbeit so gut machen würden..in der Pflege, Betreuung usw....wie hier auf Paragraphen zu pochen..usw...

    Lediglich ging es um §99/21

    Es sind neue Posten besetzt wurden im Haus von Kollegen die zuvor eine andere Position inne hatten. Wir haben Ihn darauf hingewiesen, das der Informationsstand des AG dem des BR zu entsprechen hat..

    Zornig ist untertrieben. Die Stelle war ausgeschrieben und mehr wussten wir auch nicht.

    Das werden wir noch junges Gremium nicht so hinnehemen können, da wir unsere Glaubwürdigkeit und Vertrauen verlieren.

    Wie würdet Ihr hier weiter vorgegehen??

  • Zitat von TinaCux:

    Es ging heiß zur Sache, da der EL uns alle, das gesamte Gremium persönlich angerfiffen hat..mit den Worten...wenn Sie alle ihre Arbeit so gut machen würden..in der Pflege, Betreuung usw....wie hier auf Paragraphen zu pochen..usw...


    Drüber stehen. Jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt. Und der passt euch doch nicht, oder?

    Zitat von TinaCux:

    Wir haben Ihn darauf hingewiesen, das der Informationsstand des AG dem des BR zu entsprechen hat..


    Ich glaube, du meintest das andersherum, aber das ist in beide Richtungen utopisch bis unsinnig.
    Es wird immer ein Informationsunterschied geben. Das ist zwangsläufig so und nicht veränderbar. Das ändert zwar nichts an dem Informationsanspruch, aber mit solchen (unsinnigen und pauschalen) Forderungen untergrabt ihr eure Glaubwürdigkeit noch viel mehr.

    Zitat von TinaCux:

    Die Stelle war ausgeschrieben und mehr wussten wir auch nicht.


    Und was wolltet ihr jetzt noch mehr wissen? Und wenn ihr doch mehr wissen wolltet, warum fragt ihr nicht einfach?
    Oder seid ihr zur Versetzung nicht angehört worden? Das wäre noch etwas völlig anderes.

    Zitat von TinaCux:

    Das werden wir noch junges Gremium nicht so hinnehemen können, da wir unsere Glaubwürdigkeit und Vertrauen verlieren.


    Ihr habt noch alle Zeit der Welt um Porzellan zu zerschlagen, muss man doch nicht alles gleich am Anfang machen.

    Da ihr noch jung seid und der AG auch ungeübt ist im Umgang, könntet ihr hier den AG freundlich darauf hinweisen, dass ihr hier Informations-/Mitbestimmungsrechte hättet, euch aber klar ist, dass es hier offensichtlich Anlaufschwierigkeiten im Umgang miteinander gäbe. Und deswegen würdet ihr das für diesmal auf sich beruhen lassen, würdet aber bereits jetzt darauf hinweisen, dass ihr euch nicht auf Dauer übergehen lassen könnt. Das widerspräche eurem gesetzlichen Auftrag.

    Das ist deutlich genug, zerreist aber nicht gleich das Band oder zerschlägt Porzellan.

    De jure könntet ihr natürlich auch jetzt schon ein Verfahren einleiten, aber was ist dann die Eskalationsstufe? Deswegen bin ich immer ein Freund von langsam einsteigen.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Hallo Moritz,

    wo Du Recht hast...aber angehört wurden wir auch nicht...Wir haben ihn darauf hingewiesen in Zukunft unterricht zu werden. Das werde er auch nicht in Zukunft tun war seine Antwort.

    Wir sind nun im 3. Jahr unserer BR Tätigkeit und können uns nur schwer in vertrauensvollen Zusammenarbeit sehen....

  • Hallo,

    das hat Moritz wohl mit "junger BR" anders interpretiert. Im 3. jahr BR sollten solche "Basics" geklärt sein.

    Wenn aber Eure Leitung jetzt noch derartige Äußerungen von sich gibt (eine tolle Steilvorlage)

    Zitat von TinaCux

    Wir haben ihn darauf hingewiesen in Zukunft unterricht zu werden. Das werde er auch nicht in Zukunft tun war seine Antwort.

    solltet Ihr diese mit Datum und Uhrzeit protokollieren, von allen anwesenden BRM unterschreiben lassen und mit anwaltlicher Hilfe ein Beschlußverfahren einleiten

  • Zitat von whoepfner:

    solltet Ihr diese mit Datum und Uhrzeit protokollieren, von allen anwesenden BRM unterschreiben lassen und mit anwaltlicher Hilfe ein Beschlußverfahren einleiten

    Dem ist nicht mehr hinzuzufügen!

    Nach drei Jahren und mit klarer Verweigerungshaltung - da hilft nur der berühmte grobe Keil für den groben Klotz!

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Mir ist noch nicht ganz klar, welche Informationen Euch denn genau vorenthalten wurden.
    Wurdet Ihr gar nicht unterrichtet, das die Stelle besetzt wurde sondern nur über die Ausschreibung? Oder von welchem "Informationsstand" genau reden wir?

  • hallo,

    das ist so richtig. Wir haben die Information das die Stelle ausgeschrieben ist. Das haben wir auch im Haus gesehen. Jedoch wann..und wer diese besetzt wurde uns nicht mitgeteilt. Weder im Vorfeld noch im Nachgang.

    Wir haben unseren Einrichtungsleiter auch höflich gefragt ob er dies wusste...Antwort nein!!!..

    Der Versuch ihm von der Unterrichtungspflicht in Kenntnis zu setzen, noch das es der Zustimmung des BR bedarf wurde im Keim erstickt.

    Haben Heute nochmal ein Anschreiben an den EL raus mit Bitte um ein erneutes Gespräch...mit einem externen Berater..

    Wir werden sehen ob er es annimmt.. TinaCux

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.