Sexuelle Belästigung durch den Br -Vorsitzenden

  • Guten Morgen,

    unserem BR -Vorsitzenden wird sexuelle Belästigung vorgeworfen, der Geschäftsleiter informierte mich als Stellvertretung , er möchte nur eine ermahnung aussprechen und es nicht an die unternehmungsleitung weiter geben, damit er die eine oder andere entgleisung gut hat.

    Was soll ich machen???

    Ich brauche dringend Hilfe!!!

  • Guten Morgen Bastelfee,

    sollte der Vorwurf wirklich begründet sein, dann sollte dem auch ordentlich nachgegangen werden. Auf gar keinen Fall sollten irgendwelche Deals mit der Geschäftsleitung gemacht werden.

    Ein Gespräch mit dem BRV und/oder dem betroffenen Kollegen/-in könnte euch hierbei weiterhelfen.

    Gruß Marc

  • [QUOTE=Marc_H:]

    Guten Morgen Bastelfee,

    sollte der Vorwurf wirklich begründet sein, dann sollte dem auch ordentlich nachgegangen werden. Auf gar keinen Fall sollten irgendwelche Deals mit der Geschäftsleitung gemacht werden.

    Ein Gespräch mit dem BRV und/oder dem betroffenen Kollegen/-in könnte euch hierbei weiterhelfen.

    Gruß Marc Dem BRV wird es vorgeworfen, die Namen der Ma teilt mir der GL nicht mit.

  • Nach meinem Verständnis gibt es nur eine Möglichkeit:

    Rede mit dem BR-Vorsitzenden! Er wird wohl wissen, was es mit diesen Vorwürfen auf sich hat.

    Einfach nur schweigen hilft nicht weiter. Denn es könnte genauso gut sein, dass es diese Vorwürfe nie gegeben hat und der AG euch nur gegeneinander ausspielt. Deswegen: redet miteinander!

    Was ihr auf gar keinen Fall machen solltet, ist euch angreifbar zu machen. Sprich, er belässt es bei einer Verwarnung, dafür kommt ihr ihm entgegen geht gar nicht.

    Wenn er es bei einer Verwarnung belässt, war der Tatbestand offensichtlich nicht gravierend genug. Also kein Grund ihm dafür die Füße zu küssen.

    Der Tatbestand war gravierend genug? Dann soll er gefälligst auch tun, was zu tun ist. Tut er das nicht, verantwortet er das alleine. Und nicht der BR!

    Und deswegen rede mit dem BRV. U.U. reicht es ja schon, wenn er als BRV zurücktritt. Damit ist er aus der Schusslinie. Und ein neuer BRV hat damit nichts zu tun.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Ich schließe mich Moritz ebenfalls zu 100% an.

    Bei zutreffender sexueller Belästigung gibt es nur eine Reaktionsmöglichkeit – fristlose Kündigung des Täters. Alles andere wäre ungenügende Fürsorgepflicht dem Opfer gegenüber und könnte niemals Grundlage eines Deals mit dem BR sein.

    Da der AG die Kündigung aber offenbar nicht in Erwägung zieht, vermute ich auch, dass an den Vorwürfen nicht allzu viel dran ist.

    Für einen Betriebsrat gilt: Lobt dich der Gegner, ist das bedenklich. Schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg. (August Bebel)

  • Sorry, aber ich sehe das etwas anders.

    Wenn ein Kollege/eine Kollegin den Vorwurf einer sexuellen Belästigung äußert, würde ich als BR ausschließlich dann aktiv, wenn sich der/die KollegIn mit einer offiziellen, schriftlich geäußerten Beschwerde an den BR gewandt hat. Dann muss der BR handeln und in ordnungsgemäß einberufener Sitzung über die Berechtigung dieser Beschwerde beschließen.

    Wenn sich der/die Betroffene aber überhaupt nicht an den BR gewandt hat, was hier offensichtlich zutrifft, gibt es für mich keinen Grund, tätig werden zu wollen.
    Der Geschäftsleiter hat Dich als stellv. BRV vermutlich nur deshalb informiert, weil es sich bei dem "Beschuldigten" um den BRV handelt. Wenn dieser Geschäftsleiter es bei einer Ermahnung belassen will, hast Du das als stellv. BRV zur Kenntnis genommen und gut ist!

    Gruß
    Kokomiko

  • Ich schließe mich Moritz vollkommen an.

    Erst das Gespräch mit dem BRV suchen. Dann feststellen, ob etwas an den Vorwürfen dran ist und dann sollte man überlegen wie es weiter geht. Einfach die Klappe halten und stillhalten finde ich definitiv nicht in Ordnung!

    Lies bitte mal bei wikipedia nach, was da als sexxuelle Belästigung definiert ist.

    "Zitat: Sie gilt heute in den meisten westlichen Ländern als Diskriminierung und ist z. B. im Sinne des Arbeitsrechts rechtswidrig." Hier kannst du auch den AG hinweisen, dass er evtl. haftbar gemacht werden kann.

    Also nachhaken und dann entsprechend handeln.

    Ich finde es schon merkwürde, dass Anschuldigungen gemacht werden ohne das hier das Opfer genannt wird. Nur so neben bei noch eine Frage, ist auch die sexuelle Belästigung genannt worden?

  • HI,

    den BRV ansprechen und dann weitersehen.

    Einen Rücktritt vom Amt des BRVs nur aufgrund einer Äußerung kann ich nicht empfehlen. Damit gibt man u.U. das falsche Signal. Ein Rücktritt ist auch immer irgendwie ein Schuldanerkenntnis. Zum anderen könnte der AG ja so gezielt den BRVs "bestimmen".


    Also dem Nachgehen und bei klarer Lage handeln. Ansonsten vepuffen lassen.

    MrSonnenschein

  • Ich bin da auch eher bei Koko,

    hätte die GL Bastelfee nicht informiert, wäre hier der BR bisher ja noch garnicht im Boot.

    Unter 4 Augen würde ich dem BRV aber dazu raten sein Amt als Vorsitz niederzulegen nachdem er die sexuelle Belästigung zugegeben hat.

    Könnte sonst nämlich heissen, nicht der der Betriebsratsvorsitzende will was wissen sondern oh da kommt der kleine Grabtscher. Und das ist bestimmt nicht hilfreich für den Betriebsrat. ;)

  • Zitat von schwede12:

    Ich bin da auch eher bei Koko,

    hätte die GL Bastelfee nicht informiert, wäre hier der BR bisher ja noch garnicht im Boot.

    Unter 4 Augen würde ich dem BRV aber dazu raten sein Amt als Vorsitz niederzulegen nachdem er die sexuelle Belästigung zugegeben hat.

    Könnte sonst nämlich heissen, nicht der der Betriebsratsvorsitzende will was wissen sondern oh da kommt der kleine Grabtscher. Und das ist bestimmt nicht hilfreich für den Betriebsrat. ;)

    Ich bin grundsätzlich dagegen etwas zu machen oder zu raten wenn ich nicht alle Fakten kenne.8)

  • Der Brv hat mir mitgeteilt das er beim Chef einige anschuldigungen zugegeben hat. Was nun?

    MR Sonnenschein wenn Du lesen kannst, wovon ich mal ausgehe ;) kannst Du sehen was ich dem BRV raten würde unter 4 Augen.

    Einen Rücktritt aus persönlichen Gründen find ich da eleganter als wenn das Gremium mich vielleicht in ein paar Wochen abwählt.

  • Offensichtlich habe ich mich da (mal wieder) nicht klar genug ausgedrückt.

    Selbstverständlich ist es nicht so gemeint, dass der BRV nur deshalb zurücktreten soll, weil ihm ein solcher Vorwurf gemacht wurde.

    Das ist selbstverständlich unsinnig. (Das Mittelalter mit seinen Hexenprozessen haben wir doch schon lange hinter uns gelassen!)

    Wenn aber der Geschäftsführer, aus welchen Gründen auch immer, meint zu einer milderen Sanktion greifen zu müssen, obwohl eine härtere angebracht war (dazu kann ich hier nichts sagen, denn als sexuelle Belästigung kann schon das Erzählen von anzüglichen Witzen zählen, was in meinen Augen, je nach Umstand, kein Grund für eine Entlassung wäre), dann hat er offensichtlich der Person des BRV einen Gefallen getan. (Dem Amtsinhaber, nicht dem Amt!)

    Um hier aber deutlich klar zu machen, dass das keine Gefälligkeit gegenüber dem BR gewesen sein kann (und der BR auch im Gegenzug zu keiner Gefälligkeit verpflichtet ist), wäre es sinnvoll das Amt des BRV niederzulegen. (Sonst bestünde immer die Gefahr, dass es zukünftig heißt: logisch hat der BR nicht, der AG hat ja damals auch nicht...)

    Zitat von Bastelfee:

    Der Brv hat mir mitgeteilt das er beim Chef einige anschuldigungen zugegeben hat. Was nun???

    Die Frage wird dir hier niemand vernünftig beantworten können.

    Aber ganz pauschal: seht zu, dass klar wird, dass der BR damit nichts zu tun hat.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Zitat von schwede12:

    Der Brv hat mir mitgeteilt das er beim Chef einige anschuldigungen zugegeben hat. Was nun?

    MR Sonnenschein wenn Du lesen kannst, wovon ich mal ausgehe ;) kannst Du sehen was ich dem BRV raten würde unter 4 Augen.

    Einen Rücktritt aus persönlichen Gründen find ich da eleganter als wenn das Gremium mich vielleicht in ein paar Wochen abwählt.

    Ich bin grundsätzlich dagegen etwas zu machen oder zu raten solange ich nicht alle Fakten kenne.

    Und solange niemand von uns die Sachlage genau kennt, sollte man mit Ratschlägen vorsichtig agieren.

    Das wollte ich damit ausdrücken. Ansonsten alles Gut:D