Abstellung in 350 km weit entfernter Filiale

  • Guten Tag,
    wir arbeiten in einem großen Optik Filialbetrieb.
    Wir wurden heute von unserer Regionalleitung in einer barschen Mail darüber informiert das ohne wenn und aber 3 (von 6) Kollegen drei Tage in einer ca. 350 km entfernten Filiale aushelfen müssen. Sie müssten Sonntags anreisen, 3 Tage dort arbeiten und am vierten wieder zurückfahren.
    Dazu meine Fragen :
    Ist das zulässig ?
    Muss der BR dazu angehört werden ?
    Kann er das ablehnen ?
    Und wenn ja in welcher Form ?
    ist es richtig das man sich wenn man in einer anderen Filiale aushilft sich in seiner "Stammfiliale"morgens im Zeitkonto anmelden und abends abzumelden hat ( bei 350 km kaum möglich) ?
    Im Arbeitsvertrag steht das wir in allen Geschäften am "Heimatstandort" tätig werden müssen.
    Im voraus schon einmal vielen Dank !

  • Hallo.

    Zitat von HerrButz:

    Ist das zulässig ? (...) Im Arbeitsvertrag steht das wir in allen Geschäften am "Heimatstandort" tätig werden müssen.

    Aus dem AV ergibt sich ganz klar, dass das nicht zulässig ist.

    Zitat von HerrButz:

    ist es richtig das man sich wenn man in einer anderen Filiale aushilft sich in seiner "Stammfiliale"morgens im Zeitkonto anmelden und abends abzumelden hat ( bei 350 km kaum möglich) ?

    Was nicht möglich ist, kann nicht verlangt werden und damit nicht richtig sein.

    Zitat von HerrButz:

    Muss der BR dazu angehört werden ? Kann er das ablehnen ? Und wenn ja in welcher Form ?

    Es handelt sich eindeutig um Versetzungen, das ist klar.

    Und der BR hätte m.E. auch eindeutige Widerspruchsgründe (schon wenn der AV diese Versetzung gar nicht zulässt, darf man von gravierenden Nachteilen für die AN ausgehen, und unabhängig davon lassen die geschilderten Umstände des Falles recht eindeutig auf Nachteile schließen).

    Aber im Gegensatz zu Koko halte ich die Schriftform der Antwort des BR nicht nur für "prinzipiell empfehlenswert", sie ist vielmehr zwingend (Fettung von mir): Verweigert der Betriebsrat seine Zustimmung, so hat er dies unter Angabe von Gründen innerhalb einer Woche nach Unterrichtung durch den Arbeitgeber diesem schriftlich mitzuteilen. Teilt der Betriebsrat dem Arbeitgeber die Verweigerung seiner Zustimmung nicht innerhalb der Frist schriftlich mit, so gilt die Zustimmung als erteilt.

    Ob der BR hier aber überhaupt vom AG zu den Versetzungen angehört werden muss, ist eine weitere Frage (Fettung von mir): In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Betriebsrat vor jeder (...) Versetzung zu unterrichten (...); er hat (...) die Zustimmung des Betriebsrats zu der geplanten Maßnahme einzuholen. Im Betrieb arbeiten nur 6 AN, d.h. die Grenze von 20 ist nicht erreicht - ich kann mir aber vorstellen, dass das "Unternehmen" größer ist, dass u.U. alle Filialbetrieb einer Stadt zusammengefasst sind. Insofern ist hier noch mehr Auskunft seitens HerrButz nötig.

    Grüsse Winfried

  • Zitat von Kokomiko

    Ich kenne keine einzige Stadt, mit einer Grundfläche von 384.845 km². Die bräuchte es nämlich, wenn ein 350km entfernter Standort noch als "Heimatstandort" zählen soll.

    Die Stadt könnte ja auch 350km lang und 250m breit sein, wären dann nur 87,5km²

    Noch nichtmal 8:00Uhr und das Tageskontingent für blöde Sprüche schon aufgebraucht...

  • :lol:

    TOUCHÈ

    Zitat von Xolgrim:

    Die Stadt könnte ja auch 350km lang und 250m breit sein, wären dann nur 87,5km²

    Noch nichtmal 8:00Uhr und das Tageskontingent für blöde Sprüche schon aufgebraucht...

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.