Umwandlung eines unbefristeten AV in ein befristeten Minijob ( 410 Euro / Monat ) wegen Aufnahme eines externen Studiums möglich?

  • Hallo!

    Ich wollte mich erkundigen, ob der o.g. Sachverhalt bei Zustimmung der betroffenen AN zulässig ist oder laut Teilzeit,- und Befristungsgesetz untersagt ist? Der BR hat die Anhörung damals durchgewunken, in der Annahme, daß die Kollegin beiWeiterbeschäftigung die 410 Euro Stelle unbefristetet sicher hat!

    MfG

    Stephan

  • Hallo Berliner71,

    so in der Regel mehr als 15 AN beschäftigt sind, kann doch jeder AN von seinen Rechten gem. § 8 sowie § 9 TZbfG Gebrauch machen.

    Der AG muss sich allerdings nicht auf eine befristete Verkürzung der Arbeitszeit einlassen. Entweder kann man sich auf eine entsprechende Nebenabrede einigen oder nicht. Einen Rechtsanspruch auf eine nur befristete Verkürzung der Arbeitszeit gibt es in diesem Fall aber nicht.
    Ausnahmen könnten sich ev. aus einem TV oder einer entsprechenden BV ergeben.

    Gruß
    Kokomiko

  • Eine Umwandlung des Arbeitsvertrages würde massiv gegen § 13 TzBfG verstoßen, da ja ein unbefristetes Verhältnis bestanden hat.

    Denkbar wäre, den alten Arbeitsvertrag ruhend zu stellen und durch einen befristeten Minijob vorrübergehend zu übersteuern. D.h. mit Ende des Minijobs lebt auch der alte Vertrag wieder auf.

    Wenn sich AG und AN allerdings einig sind, dass sie das so nicht wollen (weil der Kollege nach dem Studium ohnehin andere Pläne hat), wer soll sie hindern. Wo kein Kläger - da kein Richter...

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Hallo nochmal!

    Erstmal danke für Eure Hilfe, am kommenden Montag bekomm ich Kopien der betroffenen Kollegin und werde mich hier nochmal genau äußern, wie der genaue Sachverhalt ist!

    Bis dahin!

    Gruß

    Stephan

  • Hallo nochmal an Alle!

    Hier meine angekündigte Nachfrage!

    Die Kollegin hatte einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit unserer Firma, welcher durch einen Aufhebungsvertrag beendet wurde! Danach wurde Sie direkt mit einem zeitlich befristeten Vertrag nach Paragraph 14, Abs. 2 des Teilzeit, - und Befristungsgesetz ausgestattet, der einer geringfügigen Beschäftigung entspricht!

    Nun, nochmal die Frage, ist dies statthaft oder ist die Befristung rechtlich unwirksam?

    Vorab schonmal vielen Dank für Eure Hilfe!

    MfG

    Stephan

  • die kalendermäßige oder sachgrundlose Befristung nach § 14.2 TzBfG ist nicht zulässig, da mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Darauf würde ich den Arbeitgeber aufmerksam machen, wenn das Befristungsende des Minijobs naht.

  • Die Frage ist doch, ob hier ein Sachgrund für die Befristung gegeben ist. Wenn ja, dann ist auch die Befristung i.O.; wenn nein, dann kann die ANIn auf Entfristung klagen.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.